Heubacher Hallenbad auf den Rohbau zurückgebaut

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Das Heubacher Hallenbad ist derzeit Baustelle.
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Welche Arbeiten derzeit im Heubacher Hallenbad laufen, was schon erledigt ist und wann das Bad nach jetzigem Stand den Bäderbetrieb wieder aufnehmen kann.

Heubach

Im leeren Schwimmbecken des Hallenbads stehen Männer mit Bohrhammer und Meißel und entfernen die Fliesen. Auch aus den Umkleideräumen dringen Geräusche von Werkzeugen. „Das Hallenbad ist nun größtenteils auf den Rohbau zurückgebaut“, sagt Stadtbaumeisterin Ulrike Holl. Gemeinsam mit dem Chef des Bäderteams, Bernd Müller, schaut sie sich den Baufortschritt an.

In den Umkleiden deutet Ulrike Holl zur Decke. „Auf die müssen wir aufpassen“, meint sie. Denn: Die Sanierung des Hallenbads ging wegen fehlenden Zuschüssen nicht in einem Rutsch. Nun bekomme die Stadt zwar doch noch einen Bundeszuschuss von 800 000 Euro. Manches, wie die Decke einschließlich der alten Lüftung auf dem Dach, wurde aber schon früher in ersten Bauabschnitten ausgetauscht und erneuert. Auch die Beckentechnik sei auf dem neuesten Stand. Die Duschen sind teilweise gerichtet, sie bekommen noch einen neuen Boden, ein WC soll barrierefrei werden.

Jetzt geht's an den Abbruch

Nun geht es seit Juni in erster Linie um das oberflächliche Erscheinungsbild des Bades. Dazu wird der Beckenkopf so umgestaltet, dass die Wasseroberfläche zukünftig auf gleicher Ebene mit dem Beckenumgang liege. „Für uns macht das die Reinigung leichter und es gibt eine bessere Belüftung“, sagt Bernd Müller. Die Wand hinter dem Becken ist mit einer großen Folie abgedeckt. Dahinter soll das charakteristische blaue Mosaik nämlich erhalten bleiben.

Vor knapp einem Jahr stellten die Fachplaner von „iwti“-Gebäudetechnik im Gemeinderat jede Menge Idee für das Hallenbad vor. Das Gremium lehnte Massageliegen ab, dafür soll es Massagedüsen geben. Eine Mehrheit stimmte außerdem für LED-Lichter im Becken. Bis das alles kommt dauert es noch. Nun ist erst mal der Abbruch dran, wie Ulrike Holl betont.

Bei einem Bestandsbau wie dem Hallenbad, der schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, sei man auch nie vor Überraschungen sicher. „Vieles, was drunter liegt, sieht man eben erst nach dem Abbrechen.“ Dazu kämen gewisse Unsicherheiten im Bausektor. Die Kosten für den jetzigen Bauabschnitt liegen bei rund 1,3 Millionen Euro.

Der aktuelle Zeitplan sieht laut Ulrike Holl, ohne Gewähr, eine Wiedereröffnung des Heubacher Hallenbads für Ende Januar 2023 vor.

Die Stadtbaumeisterin weiß, dass die Zeit drängt, weil das Hallenbad von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen und von den Schulen und für Schwimmunterricht gebraucht werde.

Das Heubacher Hallenbad ist derzeit Baustelle.
Das Heubacher Hallenbad ist derzeit Baustelle: Stadtbaumeisterin Ulrike Holl und Bernd Müller, Chef des Bäderteams, schauen sich den Baufortschritt beim Schwimmbecken an. Der Betrieb wird frühestens Ende Januar 2023 wieder aufgenommen. Foto: dav
Auf die Decke in den Umkleiden muss aufgepasst werden, schließlich ist diese bereits auf Vordermann gebracht.
Blick ins wasserlose Schwimmbecken. An der Wand dahinter das abgeklebte Mosaik, das erhalten wird.

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