Heubacher Herbst auf Rädern

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130 meist historische Autos versuchten sich in Heubach beim Bergrevival im Gleichmäßigkeitsfahren. Beim Start auf Höhe „Jägerhaus“ gibt es interessierte Blicke.
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Das 9. ADAC Historic Bergrevival ist bei sonnigem Wetter Treffpunkt für Oldtimer-Liebhaber. Rolf Fischer aus Straßdorf gewinnt mit einer Abweichung von 0,01 Sekunden.

Heubach

Tobias Möhring aus Neresheim-Elchingen genießt den sonnigen Herbstsonntag unterm Rosenstein in vollen Zügen. Das liegt nicht nur an der Vielfalt seiner Autos, mit denen er zum 9. ADAC-Historic-Bergrevival nach Heubach gekommen ist. Er schätzt die Begegnung mit so vielen Oldtimern und den sportlichen Reiz einer Gleichmäßigkeitsfahrt von Heubach auf die Höhe beim Stock. Rolf Fischer aus Schwäbisch Gmünd-Straßdorf gewinnt mit einer Abweichung von nur 0,01 Sekunden.

Hunderte Oldtimerfans kommen aus Nah und Fern, begegnen rund 130 ganz unterschiedlichen Fahrzeugen, vom historischen Formel-Auto bis zum Alltagsauto aus den 1960ern, einem Fiat 600 etwa. Sympathisch ist Veranstalter Gunther Holley vor allem, dass eine solche Veranstaltung auch in diesem Jahr möglich ist, dass sich die 130 Teilnehmer wie Besucher an die Corona-Regeln halten.

Viele der Fahrerinnen und Fahrer lassen es gemütlich angehen, genehmigen sich für die Gleichmäßigkeitsfahrt zwischen dem Start am „Jägerhaus“ und dem Ziel auf dem Stock bis zu zweieinhalb Minuten. Andere nutzen das erlaubte Durchschnittstempo von 80 Stundenkilometern. Gewinnen kann nur, wer die selbst gewählte Zeit in den Wertungsläufen am genauesten trifft. Die Fahrt ist eine Erinnerung an das legendäre Bergrennen von 1965. Damals waren 287 Motorräder und Autos auf der Strecke mit ihren 217 Meter Höhenmetern.

Ein Rennen ist das natürlich nicht mehr, der Spaß ist geblieben. Auch für Tobias Möhring in seinem Abarth 1000. Seit Jahren pflegt und fährt er den 1971 in der italienischen Tuningschmiede von Carlo Abarth gebauten Wagen. „Als ich zehn war, hatte mein Papa ein Modell dieses Abarth zuhause stehen“, erinnert er sich. Der Wunsch nach dem Original ging in Erfüllung.

Die Teilnehmer kommen aus dem ganzen süddeutschen Raum, auch Gäste aus der Schweiz sind dabei. Achim Harksel aus Lenningen erlebt bei seiner ersten Teilnahme in Heubach eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal bewegt er den 13 Jahre lang restaurierten BMW 1800 TISA. Einst von BMW in kleiner Auflage für die Rundstrecke gebaut.

Rund um die Versandhalle der Hirschbrauerei begegnen sich Fahrer und Zuschauer, richtig viel zu sehen gibt‘s beim Start auf Höhe „Jägerhaus“. Der passende Ort für Rennleiter – so heißt das auch bei Gleichmäßigkeitsfahrten - Winfried Lining vom MSC Abtsgmünd, und den technischen Leiter Karl-Heinz Luithardt. Weil die Veranstaltung auch für besondere Autos der Gegenwart zugelassen ist, wird er mit Elektroautos konfrontiert. „Da gelten neue Bestimmungen“, sagt er. So muss die Feuerwehr entsprechend ausgerüstet sein, einen Löschpool bereithalten.

Am Start achten Heike Heller, Michael Stumpf und Jessica Draheim auf den reibungslosen Ablauf. „Du hast alles richtig gemacht“, sagt ein Teilnehmer an die Adresse von Gunther Holley. Gemeint war nicht nur die Organisation, sondern auch das Wetter, das schon am Samstag bei der technischen Abnahme mitspielte. Bis zuletzt hatte Holley alle Hände voll zu tun, um die rund 100 Helferinnen und Helfer zusammenzubringen.

Die treffsichersten Fahrerinnen und Fahrer: 1. Rolf Fischer, Porsche 911 mit 0,01 sec, 2. Jürgen Thieme, Fiat Coupé, 0,01 sec und 3. Vanid-Kat Wernheimer, Opel E mit 0,02 sec.

Mehr Bilder vom Bergrevival auf www.tagespost.de

Als ich zehn war, hatte mein Papa ein Modell dieses Abarth.“

Tobias Möhring,, Teilnehmer
Gunther Holley (links) hat das Geschehen im Blick.
Tobias Möhring mit seinem Abarth 1000.

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