Ideen für Heubacher Wochenmarkt

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„Geh nicht fort, kauf am Ort“ heißt die neue Broschüre des Heubacher Gewerbe- und Handelsvereins, die Ulrich Carsten und Simone Schurr vorstellen. Vor Ort einkaufen: Das soll bald auch auf dem Heubacher Wochenmarkt an der Stadthalle möglich sein.
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Auf dem neu gestalteten Platz bei der Heubacher Stadthalle kann sich die Stadtverwaltung ein Mal pro Woche Marktstände aller Art vorstellen. Am Angebot wird noch gefeilt.

Heubach

Die Baugerüste sind verschwunden, Bodenplatten verlegt, die Treppenanlage zum Gymnasium hoch steht, eine lange Sitzbank aus Holz ist aufgebaut: Das Plätzchen rechts der Heubacher Stadthalle kommt schick daher. Jetzt soll es mit noch mehr Leben gefüllt werden: Die Heubacher Stadtverwaltung möchte dort einen kleinen, aber feinen und besonderen Wochenmarkt anbieten. Die ersten Planungen laufen. Der genaue Start ist noch unklar.

Was soll geboten werden? Simone Schurr von der Heubacher Stadtverwaltung hat schon viele Ideen. Sie ist Leerstandsbeauftragte, Schnittstelle zwischen Stadt, Handel und Gewerbe, und versucht, neben den klassischen Marktbeschickern auch Besonderheiten an Land zu ziehen. Sicher wird es einen Marktstand mit frischem Obst und Gemüse aus der Region geben, dazu ein Ständle mit Prosecco und Weinen. Im Gespräch ist Simone Schurr auch mit einer Käserei ganz aus der Nähe. Metzgerei und Bäckerei mit Stühlen im Freien sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.

„Das Rezept der Woche“

Simone Schurr möchte zur Marktzeit – voraussichtlich ein Mal pro Woche am Freitagvormittag – ein großes Schild auf Höhe der Stadthalle anbringen mit dem „Rezept der Woche“. Die Zutaten für dieses Rezept sollen dann alle frisch und an einem Ort – nämlich auf dem Heubacher Wochenmarkt – erhältlich sein. Froh ist Simone Schurr über kreative Ideen und Wünsche der Bürger. Über welches Angebot würden sich die Heubacher auf dem Wochenmarkt freuen? Wer kann selbst etwas Besonderes anbieten?

Wann es mit dem Wochenmarkt losgehen kann? Das ist noch unklar. Die Straßenbauarbeiten auf Höhe der Stadthalle sollen in diesen Tagen fertig sein, und die Außenanlagen der Stadthalle sind hergestellt. „Aus baulicher Sicht steht einem Markt an dieser Stelle nichts mehr entgegen“, sagt dazu Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting. Simone Schurr und die Rathaus-Mitarbeiter sind dran, prüfen baurechtliche Angelegenheiten und wo die Kunden parken könnten. Denn freitags sind die Schüler des Gymnasiums an ihrer Schule, der Schulhof kommt als Parkplatz nicht in Frage.

Simone Schurr freut sich über den neuen Standort des Marktes an der Stadthalle. Der einstige Wochenmarkt auf dem Marktplatz sei nicht mehr gut angenommen worden. Der Standort zwischen parkenden Autos, Spielgeräten und Sitzgelegenheiten an der Eisdiele sei mittlerweile viel zu eng. „Ich möchte etwas mit Hand und Fuß aufbauen, mit Mehrwert für alle, und keinen Markt, der nach zwei Monaten wieder aufgegeben werden muss, weil keiner kommt“, erzählt Simone Schurr weiter. Deshalb könne es noch ein Weilchen dauern mit dem Märktle. Der werde dafür aber umso schöner.

In der Zwischenzeit sind die Mitglieder des Heubacher Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) aktiv. Sie haben eine erste Broschüre erstellt, in der die große Fülle an Einzelhandelsgeschäften im Ort vorgestellt wird. „Geh nicht fort, kauf am Ort“ heißt das Heft, das ab sofort an vielen Stellen in der Stadt ausliegt. In der Broschüre werden die Produkte von Heubacher Geschäften vorgestellt, beispielsweise Kleidung, Blumen oder Kosmetikartikel. „Wir möchten nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Ihnen zeigen, dass es sich lohnt, bei uns in Heubach einzukaufen“, wirbt Ulrich Carsten vom Heubacher Online-Händler betten.de für den Gewerbeverein. Brütting appelliert an die Solidarität der Heubacher: „Auch jetzt müssen wir weiter zusammenhalten und unsere lokalen Betriebe unterstützen.“

Ideen? Für Anregungen in Sachen Wochenmarkt ist Simone Schurr in ihrem neuen Büro „Startpunkt“ in der Heubacher Hauptstraße 47 oder per E-Mail unter Simone.Schurr@heubach.de erreichbar.

Aus baulicher Sicht steht einem Markt an dieser Stelle nichts mehr entgegen.“

Frederick Brütting,, Bürgermeister

Was rund um die Heubacher Stadthalle passiert

Insgesamt 3,98 Millionen Euro an Zuschüssen gingen nach Heubach für die Stadtkernsanierung. Unterm Strich verbleibt bei der Stadt Heubach ein Eigenanteil von 2,145 Millionen Euro.

An der Hauptstraße zwischen Postplatz-Kreisel und Adlerstraße erneuert die Firma Georg Eichele derzeit die Asphaltschicht. Bis Samstag, 5. Juni, sollte das Ganze spätestens durch sein. Die Kosten für die Erneuerung der Asphaltschicht betragen rund 55 000 Euro.

Auch der Schulhof des angrenzenden Rosenstein-Gymnasiums ist dran. Los geht's mit der Planung 2021. Rund 50 000 Euro sind dafür im Etat vorgesehen. Die neue Gestaltung des Pausenhofs wird sodann eine größere sechsstellige Summe verschlingen. Im vorderen Bereich soll es Platz für Fahrradständer geben, im hinteren Bereich eine Grünzone. Dort, wo es bereits jetzt einen Nutzgarten der Schule sowie Bienenstände gibt. me

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