Jetzt fehlt nur noch das Heubacher Schloss ...

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Die Stadthalle und ihr Umfeld waren ein Ziel des Rundgangs zum Thema Städtebauförderung.
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Stadt Heubach lädt zum Rundgang am „Tag der Städtebauförderung“.

Heubach. Was hat die Stadt Heubach mit dem ganzen Geld gemacht? Das zu zeigen, war das Ziel des Rundgangs, zu dem die Stadtverwaltung eingeladen hatte. Von privaten Baumaßnahmen über das Übelmesser bis zur Stadthalle führte Stadtbaumeisterin Ulrike Holl die fachkundigen Gäste, Dr. Martin Schelberg vom Regierungspräsidium und Steffen Moninger und Wolfgang Mielitz von der „Landsiedlung“.

Wie Wolfgang Mielitz berichtete, wurden bei den privaten Maßnahmen 18 Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen, dabei 35 Wohnungen umfassend saniert oder durch An- und Umbau neu geschaffen. „Und das innerstädtisch im Zentrum“, betonte Ulrike Holl. Das sei schon bemerkenswert.

Beim Gebäude Übelmesser in der Adlerstraße verbaut die Stadt rund 1,9 Millionen Euro. Der neue Kindergarten soll im Herbst an den Start gehen, sagt Ulrike Holl. Im Außenbereich gelte es, den Spielbereich der Kinder von der anderen Nutzung durch Vereine abzutrennen. Im Übrigen setze die Stadt hier darauf, dass das gute Miteinander weiter funktioniere.

Viel Lob hatten die Gäste für die sanierte Stadthalle und ihr Umfeld. „Das ist in dieser Form einzigartig und sucht Seinesgleichen“, betont Wolfgang Mielitz. Wegen der „Nutzungsmischung“, angefangen vom Jugendbüro im Erdgeschoss, über das Hallenbad und den Gymnastikraum bis zu den Sälen der Stadthalle. Ulrike Holl erinnerte daran, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, den Sinn einer Sanierung begreiflich zu machen und zu rechtfertigen. Sie habe aber „immer gepredigt“, dass die Bausubstanz an sich sehr gut sei und dass sich das auf jeden Fall lohne. Von dem Ergebnis zeigten sich die Fachleute von Landsiedlung und RP angetan. Sie lobten vor allem auch, wie sich die Halle ins Umfeld einfüge und so tatsächlich, gemäß den Förderrichtlinien, zu einem lebendigen, neuen Quartier heranwachse.

Schloss: Ort der Kommunikation

Ähnliches könne sie sich Stadt beim Schloss vorstellen, dessen Sanierung in den kommenden Jahren ansteht, wie Ulrike Holl klar machte. Auch durch die altehrwürdigen Gemäuer ging die Führung, mit Unterstützung der Vorsitzenden des Fördervereins, Gabriele Leib, gewandet als „Schlossherrin Barbara“. Die Stadt habe einen Antrag auf Förderung mit den Mitteln aus dem „SIQ, Soziale Integration im Quartier“ gestellt, mit denen auch die Stadthalle saniert wurde. „Wir hoffen auf einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten“, sagt Holl. Denn die Sanierung solle mehr sein als nur die Renovierung von altem Holz und Stein. Vielmehr könne ein Ort für die Öffentlichkeit entstehen, ein sozialer Treffpunkt. Kein Rummelplatz, wie Holl betont, aber ein Ort der Kommunikation. 

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