Keine Gefahr für den Küchenschellenweg

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Der Felsabbruch am Küchenschellenweg.
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Felsabbruch am Scheuelberg: Der Landschaftserhaltungsverband nimmt Stellung.

Heubach. Mitte Februar war der Küchenschellenweg am Scheuelbergweg bei Heubach kurzzeitig gesperrt. Grund: Im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) waren Arbeiter hier mit einem Kettenbagger samt speziellen Fällgreifern am Werk. Ihr Ziel: Die Bepflanzung auszulichten, um den Wachholerheiden Licht und Platz zum Atmen zu geben.

Spaziergängern ist nun in den vergangenen Tagen aufgefallen, dass im Bereich des Küchenschellenwegs Teile von Felsen abgebrochen waren. Hat das etwas mit dem Einsatz des "schweren Geräts" zu tun? Und: Ist der Küchenschellenweg noch gefahrlos zu betreten?

Der Albtrauf wandert

Der Geschäftsführer des LEV, Ralf Worm, sagt auf Nachfrage, er könne hier "beruhigen". Der Felsabbruch habe nachweislich bereits um den Jahreswechsel stattgefunden, der LEV sei aber dort erst seit Ende Februar tätig.

Im Übrigen fänden solche Abbrüche typischerweise bei Frostwechsel statt und zwar als sogenannte Frostsprengung durch Porenwasser. Auf diese Weise und auch über ganze Hangstürze – siehe zum Beispiel den Hangsturz in Waldstetten aus den 1980er-Jahren – wandere der Albtrauf im Laufe von Jahrmillionen, mit Schwerpunkt während der Kaltzeiten, bereits seit dem Tertiär um viele Kilometer nach Süden.

"Mit unserem ‘schweren Gerät', welches deutlich leichter ist als konventionelle Forstfahrzeuge, würden wir nicht in der Lage sein, seismische Wellen zu erzeugen, die in größerer Entfernung zu Gesteinsvibrationen führen. Da haben die wenigen Tonnen Gerät gegen die Millionen Tonnen Gestein physikalisch keine Chance", betont Ralf Worm.

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