Kidstown in diesem Jahr abgesagt

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Bilder wie dieses bei der Eröffnung von Kidstown im vergangenen Jahr wird es in diesem coronageplagten Jahr nicht geben. Die Organisatoren haben nach schwerem Ringen entschieden: Es macht wegen den geltenden Verordnungen keinen Sinn. Archivfoto: Tom
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Wegen den Einschränkungen der Corona-Verordnung kann es keine Kinderspielstadt in Heubach geben. Stadtjugendring arbeitet an alternativem, beschränkten Angebot für Heubacher.

Heubach

Bis zuletzt haben sie abgewartet. Und gehofft, dass es sich noch vermeiden lässt. Vergangene Woche aber trafen die Mitglieder des Stadtjugendrings Heubach (SJR) die Entscheidung, nach einer letzten, intensiven Diskussionsrunde mit Bürgermeister Frederick Brütting: Es hat keinen Sinn. Kidstown wird es in diesem Jahr nicht geben.

Ausgerechnet. Wäre es doch in diesem Jahr die große Jubiläumsausgabe zum 20-jährigen Bestehen gewesen. "Da haben wir uns schon einige Überraschungen überlegt gehabt und fest eingeplant", sagt Steffi Schwarzkopf, Mit-Organisatorin und langjährige Betreuerin vom SJR. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, haben hin und her überlegt und die Absage tut uns allen im Herzen weh."

Aber: Die Einschränkungen der für Kidstown geltenden "Corona-Verordnung für Kinder- und Jugendarbeit" lasse eine andere Entscheidung nicht zu. Zum einen wäre die Teilnehmerzahl begrenzt auf 100, einschließlich der Betreuer. In den vergangenen Jahren hatte sich die Zahl der teilnehmenden Kinder bei 150 eingependelt.

Zum anderen die Abstandsregeln. In vielen der Betriebe der Kinderspielstadt, etwa dem Krankenhaus oder dem Wellness-Bereich, wären diese nicht umzusetzen gewesen. Auch die kleinen Hütten wären zu eng gewesen. Und bei einem Unwetter müssten alle Teilnehmer in dem großen Zelt Schutz suchen - unter den jetzigen Bedingungen unmöglich, sagen die Veranstalter. Hinzu kommt, dass bei der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern derzeit keine unterschiedlichen, wechselnden Gruppen betreut werden dürfen.

Sobald die Verordnungen hinfällig sind, werden wir unser Jubiläum nachfeiern.

Steffi Schwarzkopf, Stadtjugendring

Auch Bürgermeister Brütting hatte, genau wie der SJR, immer die Ansicht vertreten, nicht vorschnell abzusagen und lieber noch abzuwarten. Letztlich sei der typische Charakter von Kidstown, bei dem die Kinder herumtoben und selbstbestimmt die Geschicke ihrer Stadt leiten, aber nicht zu verwirklichen gewesen. Übers Wochenende hat der SJR nun die Absage-Briefe an die Eltern der bereits angemeldeten Kinder geschickt.

Die Organisatoren betonen, dass Kidstown im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder wie gewohnt ablaufen soll. "Sobald sich die Corona-Lage entspannt und die entsprechenden Verordnungen hinfällig sind, werden wir auch unser Jubiläum nachfeiern", verspricht Steffi Schwarzkopf.

Alterative in kleinem Rahmen

So ganz ohne Kinder-Ferien-Spaß soll es aber auch in diesem Jahr nicht abgehen in Heubach. "Wir planen eine alternative Ferien-Aktivität in kleinem Rahmen und an einem anderen Ort", sagt Steffi Schwarzkopf. Mehr Details will sie dazu nicht verraten, weil hier noch Gespräche liefen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran und werden in den kommenden Tagen mehr sagen können", meint Steffi Schwarzkopf. Klar ist aber, dass dies kein "Kidstown im Kleinen" sein werde, sondern ein komplett anderes Konzept. Voraussichtlich beschränkt auf maximal 70 Kinder mit 30 Betreuern, wobei kein Wechsel untereinander möglich sein wird. Das Angebot gelte zudem ausschließlich für Heubacher Kinder, die zum aktuellen Zeitpunkt die erste bis siebte Klasse besuchen.

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