Konflikt um Neubauten in Heubach

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Bauausschuss lehnt Pläne eines Investors in der Gmünder Straße erneut ab.

Heubach. Der Plan: zwei Mehrfamilienhäuser in zweiter Reihe in der Gmünder Straße 15. Das Problem: Dem Bauausschuss des Gemeinderats sind die geplanten Gebäude zu groß und zu wuchtig. Eines wäre in Ordnung, aber nicht zwei in dieser Größe. Das beschloss das Gremium bereits in der Juni-Sitzung. Laut Stadt seien zudem auch Einwendungen von Nachbarn gegen die Pläne vorgelegt worden.

Am Mittwoch waren die Pläne erneut auf der Tagesordnung. Allerdings, wie die Leiterin des Bauamts, Martina Zang, sagte, ohne Veränderungen. Der Investor hatte zudem einen sogenannten Schwarzplan vorgelegt, eine Art grafische Luftaufnahme, auf der die Gebäude der Umgebung als schwarze Umrisse zu sehen sind. Nach Ansicht des Investors zeige die Karte, dass sich seine Gebäude gut in dem Areal einfügen. Martina Zang stimmte dem vorsichtig zu: „Übervoll sieht das für mich nicht aus.“

Das sahen die Ausschussmitglieder anders. Gerhard Kuhn meinte, man könne doch nicht nur von oben draufgucken, sondern müsste die konkreten Auswirkungen des Vorhabens vor Ort beachten. Ohnehin sollte der Gesetzgeber den fraglichen Paragrafen des Baugesetzbuches, wonach sich ein Objekt in die Umgebung einfügen muss, viel mehr auch nach ökologischen Gesichtspunkten (Stichwort: „mehr Grün“) bewerten.

Rechtlich schwierig

Karl Grötzinger fragte, warum sich seit der ersten Ablehnung des Ausschusses nichts am Bauantrag geändert habe. Er könne dem so nicht zustimmen. Eventuell müsste bei einem Thema dieser Größenordnung der Gemeinderat als Ganzes einbezogen werden. Günther Lux sagte, er sei absolut gegen dieses „Hintenrum-Bauen“, er vermisse bei dem Bauherren das Verantwortungsgefühl. „So eine Betonwüste können wir hier nicht gebrauchen“, meinte Lux.

Martina Zang argumentierte, sie täte sich bei einer rechtlichen Auseinandersetzung schwer, die Gebäude als „Fremdkörper, die sich überhaupt nicht einfügen“, zu bezeichnen. Dass die Gesetzgebung künftig mehr in Richtung Grünflächen im Innenbereich gehen könnte, bezweifelte sie. „Da geht es doch eher in die andere Richtung, nämlich zur baulichen Nachverdichtung.“

Bürgermeister Frederick Brütting bilanzierte: „Die Haltung des Bauausschusses ist hier eindeutig.“ Alles Weitere werde seinen rechtlichen Weg gehen.

Bei einer Enthaltung lehnte der Bauausschuss das Vorhaben erneut ab. David Wagner

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