Mangelnder Einblick

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Nicht zufrieden ist Dr. Manfred Schmidtke, der Sprecher der Heubacher SPD/UB-Fraktion, darüber, wie eine Diskussion im Zusammenhang mit dem Mensabau für das Heubacher Rosenstein-Gymnasium gelaufen ist. In einem Schreiben wendet er sich nun an Bürgermeister Klaus Maier und die anderen Fraktionen im Gemeinderat, um "die Sache vor Ort noch einmal anzusehen".

Auch übt er Kritik an der Verwaltung.

Hintergrund: Bei einem Vororttermin am Rosenstein-Gymnasium war dem Gemeinderat mitgeteilt worden, dass die Mensa-Bauplanung von der Verwaltung in Teilen geändert worden ist. Auf eine ursprünglich vom Gemeinderat beschlossene Treppe zum Innenhof müsse aus Kostengründen verzichtet werden, hatte es geheißen. Auch müsse die Mensa um zirka zwei Meter verkürzt werden. Die SPD/UB-Fraktion wollte dies so nicht hinnehmen und hat in der folgenden Sitzung den Antrag gestellt, auf die Treppe nicht zu verzichten, damit der Innenhof genutzt werden kann. Der Antrag wurde mit acht zu fünf Stimmen bei sechs Enthaltungen abgelehnt (wir berichteten). Schmidtke ärgert zunächst, dass die Verwaltung von sich aus Änderungen an den Planungen vorgenommen habe. Solche Entscheidungen zu treffen, sei Sache des Gemeinderates, nicht die der Verwaltung, in diesem Fall des Stadtbauamtes. Er möchte erreichen, dass der Innenhof des Gymnasiums künftig sinnvoll genutzt werden kann. Der Hof könne als zusätzlicher Aufenthaltsraum dienen – wegen der gegenwärtigen Finanzlage könne die Gestaltung des Innenhofes auf später verschoben werden. Aber die Voraussetzungen müssten jetzt dafür geschaffen werden. Dies aber bedeute, dass es einen Zugang zum Innenhof geben müsse. In seinem Schreiben an die Gemeinderäte skizziert Schmidtke mehrere Möglichkeiten, wie dies seiner Ansicht nach umsetzbar ist. Eine Ganztagesschule müsse viele Aufenthaltsbereiche haben, um ein lebendiges Schulleben zu ermöglichen, schiebt er als weiteres Argument nach. Schmidtke kritisiert auch, dass die Mensa entgegen der ursprünglichen Planung verkleinert werde, "ohne die Sache im Gemeinderat zu beraten". Dies sei "ein Unding", so bewertet er das Vorgehen der Verwaltung. Damit gehe eine "erhebliche Anzahl von Sitzplätzen" für die Mensa verloren, womit der Nutzwert vermindert werde. Die Verwaltung hatte seinerzeit angegeben, ein Kanalschacht, von dem man nichts gewusst habe, sei verantwortlich für die Umplanung. Schmidtke dazu: "Zu einer professionellen Planung gehört zuallererst die Aufnahme im Bestand." Und weiter: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Bauamt keine Pläne vom Schulbau gibt, denen man das hätte entnehmen können." Außerdem hätte man, so Schmidtke, das Problem "auch anders lösen können". Die Verkürzung der Mensa hält er "architektonisch" für "Murks". Zu den Kosten erklärt er, diese sollen nun ausschlaggebend dafür sein, "dass man das Notwendige und qualitativ Bessere nicht macht". Der alleinige Verweis auf die Kosten zeuge von "mangelndem Einblick in die Sache", schließt Schmidtke und fügt die Bitte an, sich die Sache "noch einmal vor Ort anzusehen", um zu retten, "was noch zu retten ist".

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