Mehr Poller und Eltern-Parkplätze

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Parksituation Schillerschule Heubach
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Beim Vor-Ort-Termin an der Heubacher Schillerschule erklären Stadtverwaltung und Schule, wie der Bereich rund um den Zebrastreifen für Schulkinder sicherer werden soll.

Heubach

Morgens – etwa von 7 bis 8 Uhr – gehört die Heubacher Adlerstraße den „Eltern-Taxis“: Mamas und Papas bringen ihre Kinder zur Grundschule oder zur Realschule. Gleichzeitig kommen viele Schulkinder zu Fuß. Es ist ordentlich was los. Das kann klappen, wenn sich alle an die Spielregeln halten. Tun sie aber nicht. „Es gibt Eltern, die mit dem Auto direkt am Zebrastreifen anhalten, um ihre Kinder aussteigen zu lassen“, erläutert Thorsten Krischke, Schulleiter der Schillerschule. Dies könne zu gefährlichen Situationen führen, weil den zu Fuß gehenden Kindern die Sicht fehlt oder weil der Gehweg zugeparkt ist und sie auf die Straße ausweichen müssen. Die „Eltern-Taxis“ hielten am Straßenrand im absoluten Halteverbot, manche fahren auf den Gehweg bis an die Poller, die den Lehrerparkplatz und den Schulhof absichern. Beim Vor-Ort-Termin am Dienstag machte sich Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung mit Anke Haas vom Ordnungsamt und Elternvertreterinnen ein Bild von der Situation. Mehrere Maßnahmen sollen umgesetzt werden.

Poller versetzen: Die drei Poller, die vor gut zwei Jahren am Lehrerparkplatz angebracht wurden, sorgen dafür, dass Eltern nicht bis an den Schulhof fahren, um ihre Kinder abzusetzen. „Das brachte viel Ruhe in den Bereich“, lobt Krischke. Diese Poller möchte Alemazung nun ein Stück weiter nach unten Richtung Straße versetzen lassen, damit die Autos nicht mehr auf dem Gehweg parken können. Vermutlich seien fünf bis sechs Poller notwendig. Ulrike Haas lässt prüfen, ob dies verkehrstechnisch möglich ist.

Tragbare Kette mit Poller: Als Übergangslösung schlägt der Bürgermeister eine tragbare Absperrung vor. Dort, wo die neuen Poller eingebaut werden sollen, könnte das Team des Bauhofes zwei tragbare Poller mit einer Kette dazwischen aufstellen, um den Gehweg für parkende Autos abzusperren. Wenn die Feuerwehr oder größere Laster die Schule anfahren, müssten die Poller für die Durchfahrt weichen. Das ist laut Schulleiter bislang schon so geregelt.

Absolutes Halteverbot: Auf der gegenüberliegenden Seite der Schillerschule besteht schon absolutes Halteverbot. Das heißt: „Eltern-Taxis“ und andere Fahrzeuge dürfen in dem Bereich weder parken noch halten. Auch nicht für kurz. Dieses absolute Halteverbot möchte die Stadtverwaltung auch auf der Seite der Schule im Bereich zwischen der Einfahrt zum Lehrerparkplatz und dem Beginn der Parkbuchten einführen – zwischen 6 und 8 Uhr. Die Stadtverwaltung habe sich bereits ans Landratsamt gewandt und um eine Verkehrsschau gebeten, wie Ulrike Haas erklärt. Denn das Amt sei für die Genehmigung zuständig. Zum Zeitplan könne sie allerdings nichts sagen. Zum Verbot gehörten Kontrollen, erläutert Haas. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes könne aber nicht jeden Morgen an der Schule stehen.

Eltern-Parkplätze: Zu den kurzfristigen Poller-Lösungen wünscht sich Joy Alemazung „langfristige Lösungen“, die mit der Schule und den Eltern umgesetzt werden sollen. „Wir müssen alles tun, was verkehrstechnisch geht.“ Dazu gehörten spezielle Eltern-Parkplätze, die sich der Bürgermeister auf dem Rewe-Areal vorstellen kann. Ein Banner könnte auf diese in den Morgenstunden hinweisen. Vielleicht kaufe der eine oder andere bei der Gelegenheit ein Vesper für die Kinder im Laden, dann sei dies ein Gewinn für beide Seiten, ergänzt Krischke. Eltern könnten den Parkplatz gut ansteuern, ohne andere Kinder zu gefährden, die eigenen Kinder aussteigen lassen, die dann nur noch über den Treppenaufgang und die Querungshilfe in der Adlerstraße gehen müssen. Hier werde die Stadt nun Gespräche mit den Verantwortlichen des Rewe-Marktes führen, kündigt Alemazung an.

Sensibilisieren: Bereits vor drei Jahren sei die Idee einer Aktionswoche „Verkehr“ im Gespräch gewesen, erklärt Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis. Dazu passe der Bewegungs-Pass „SpoSpiTo“ der Kreissparkasse, der an der Schillerschule kommen soll, wie der Schulleiter erklärt. Die Stadtverwaltung möchte zudem ein Schreiben an alle Eltern mit Schulkindern schicken, wenn es Neues zu den Eltern-Parkplätzen gibt. Auch bei Elternabenden werde regelmäßig auf die Parksituation und einen sicheren Schulweg aufmerksam gemacht, wie die Elternvertreterinnen bestätigen.

Wir müssen alles tun, was verkehrstechnisch geht.“

Dr. Joy Alemazung, Bürgermeister

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