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Digitalisierung an heubacher schulen
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Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung zählt auf die Beteiligung der Bürgerschaft und hofft auf Anregungen. Vorteile für Alt und Jung.

Heubach

Nachhaltig, bürgerfreundlich und interaktiv: so will Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung die Zukunft gestalten. Die Digitalisierung soll dabei helfen. „Wenn wir auch nur 500 Fahrten mit dem Auto vermeiden, ist das ein großer Gewinn für die Umwelt“, sagt er. Vieles, was bis jetzt noch mit einem Behördenbesuch verbunden ist, soll in Zukunft von zuhause aus am Tablet oder Notebook möglich sein. 

Dabei müssen Dr. Joy Alemazung und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht von vorn beginnen. „Schon heute können einzelne Serviceleistungen wie Meldebescheinigungen, Gewerbeanmeldungen oder Plakatierungsgenehmigungen online beantragt werden.“

Ziel sei es aber, den Online-Auftritt interaktiver zu gestalten. Die Stadt muss ohnehin das Online-Zugangsgesetz umsetzen, dann können bis zu 460 kommunale Leistungen direkt abgerufen werden. Aber: „Bei aller Digitalisierung muss immer der Nutzen für den Menschen geprüft werden, Digitalisierung darf nie Selbstzweck sein“, sagt der Bürgermeister und verweist darauf, dass „Bürgerinnen und Bürger ohne Onlinezugang immer mit ihren Anliegen ins Rathaus kommen können“. Er denkt dabei vor allem an ältere Menschen, die sich mit der Digitalisierung eher schwertun. Und er denkt an die jüngere Generation: Eltern, die tagsüber mit Beruf und Kindern gut beschäftigt sind, könnten am Abend ihre Anliegen  online erledigen.    Dr. Joy Alemazung geht einen Schritt weiter. Dabei soll die Adresse www.meinergemeindeetwaszurückgeben.de helfen.  „Wir möchten mit dieser Initiative die Mitgestaltung fördern, dazu aufrufen, sich für die Entwicklung der Stadt einzubringen.“ Ideen aus der Bevölkerung könnten so direkt kommuniziert werden.

Alle können mitmachen

Das Portal kann auch Plattform für weitere Initiativen werden. „Wir sind im guten Gespräch mit dem Gewerbe- und Handelsverein“, sagt Dr. Joy Alemazung. Langfristig könnte die Digitalisierung in der Stadt so weit gehen, dass Heubacherinnen und Heubacher am Ort online einkaufen, beim Bäcker, Metzger, oder im Modegeschäft. Dann könnten  Brötchen oder neue Schuhe abgeholt oder geliefert werden. Aktuell sei man auch bestrebt, einen Arbeitskreis Mobilität und Verkehr ins Leben zu rufen. Der profitiere ebenfalls von einer interaktiven Homepage.

„Über allem steht dabei unser Nachhaltigkeitskonzept“, sagt er und denkt auch an den Tourismus, der für die Bürgerschaft erträglich sein müsse. Integriert in eine neue Homepage – sie könnte 2023 oder 2024 kommen – sind auch schon bekannte Dienste. Etwa die Anmeldeplattform „Little Bird“ oder die „Kita-Info-App“, die für die Kommunikation zwischen Eltern, Erzieherinnen und Stadtverwaltung stehen. Die Stadtbibliothek Heubach bietet über „Ostalb Onleihe“ schon mehr als 25 000 e-Medien, auf der Seite kann man auch Bestände sichten, Medien vorbestellen aus die Ausleihe verlängern.  Wichtig ist dem Bürgermeister, dass Online-Anfragen immer rasch beantwortet werden.

Schnelle Rückmeldung

Wenn sich jemand wegen einer defekten Straßenleuchte, einem Schlagloch oder einem defekten Verkehrsschild meldet, soll er möglichst am nächsten Morgen eine Rückmeldung erhalten. „Dann können wir sagen, dass wir das bearbeiten, ob das Anliegen schneller erledigt werden kann oder ob es etwas länger dauert.“ Innerhalb der Stadtverwaltung müssten nun die entsprechenden Kapazitäten geschaffen werden. Später, so denkt Dr. Joy Alemazung, werde die Digitalisierung Zeit einsparen, zunächst aber müsse man Zeit investieren. Finanziell investiert hat Heubach schon in den vergangenen Jahren in die Digitalisierung, vor allem an Schulen. Rund 1,16 Millionen Euro von Bund und Land wurden dafür genutzt, schnelles Internet und WLAN in allen Klassenzimmern zu schaffen. Auch die Ausstattung mit i-Pads hat längst begonnen. Aktuell sind 266 Geräte in den Klassen, dazu viele bei den Lehrkräften. In den kommenden Jahren müssten aber noch 1000 weitere i-Pads angeschafft werden. Dafür und für die Digitalisierung in der Verwaltung muss die Stadt weitere Summen in die Hand nehmen. Wie viel das kosten wird, „werden wir  bis zur nächsten Haushaltsaufstellung wissen“.

Über allem steht unser Nachhaltigkeitskonzept.“

Dr. Joy Alemazung,, Bürgermeister

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