Nächste Phase fürs Heubacher Schloss gestartet

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Frederick Brütting mit seiner letzter Tagesordnung für den Gemeinderat in Heubach.
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Heubacher Gremium stimmt in der letzten Sitzung von Frederick Brütting einstimmig dafür, die Pläne weiter zu verfolgen. Details wichtig für erfolgreiche Zuschussanträge.

Heubach

Die Sanierung des Schlosses war Thema in der letzten Sitzung des Heubacher Gemeinderats für Frederick Brütting am Dienstag. Und eines machte der scheidende Bürgermeister klar: „Die Grundsatzdebatte ist geführt und entschieden.“ Heißt, die Sanierung kommt, ja läuft schon, auch wenn noch keine Bauarbeiter unterwegs sind.

Auf der Tagesordnung war das Schloss, weil der Gemeinderat in der Haushaltsberatung im Januar einen Sicherheitsriegel vorgeschoben hatte, indem er von den eigentlich für dieses Jahr veranschlagten 800 000 Euro erstmal nur 100 000 freigegeben und die übrigen 700 000 Euro mit einem Sperrvermerk versehen hatte. Wie Kämmerin Monika Löhn verdeutlichte, sollte der Beitrag nun freigegeben werden, um die Detailplanung vorantreiben zu können. Denn genau diese exakte Planung sei die Voraussetzung für erfolgreiche Förderanträge bei Bund und Land.

Aktueller Stand

Stadtbaumeisterin Ulrike Holl erläuterte, dass die Stadt von 2018 bis 2019 insgesamt 450 000 Euro investiert habe, für die Bestandsaufnahme, Planungsleistungen und Sicherungsmaßnahmen. Nun lägen die baurechtliche und die denkmalschutzrechtliche Genehmigung vor und es sei an der Zeit, die nächste Phase einzuläuten.

Um was es dabei geht, berichtete Architekt Harald Stock. Dank der bisherigen Untersuchungen haben die Planer ein „Raumbuch“, also eine sehr detaillierte Kartierung der Schäden im ganzen Gebäude, vorliegen. „Wir wissen, was wo zu tun ist“, so Stock. Nun gelte es, diese Informationen in eine ganz konkrete Planung für die Handwerker auf der Baustelle zu überführen. Diese Pläne wiederum sollen die Grundlage für die Ausschreibungen für insgesamt 25 Gewerke bilden. Kosten für diese Fachplanung: rund 537 000 Euro. Mit diesem Plan wolle die Stadtverwaltung bis zu einem möglichen Baubeschluss im Herbst 2022 sämtliche Fördermöglichkeiten abgeklärt haben. Bislang liegt laut Stadtverwaltung ein Bundeszuschuss für „herausragende Denkmäler“ in Höhe von rund 471 000 Euro vor. Vom Land könne man mit einer weiteren Million Euro rechnen. Insgesamt sollen die Kosten von derzeit knapp sieben Millionen Euro auf fünf bis sechs Jahre gestreckt werden.

Die Gemeinderäte stimmten dem Plänen zu, mahnten aber Transparenz bei den Kosten und eine klare Vorstellung an, für welche Nutzung das Schloss überhaupt in Frage kommen soll. Gerhard Kuhn regte an, sich mit der Nutzung intensiv in einer Klausur im Frühjahr zu beschäftigen, gemeinsam mit dem Schlossverein. Das bekräftigten Martin Kelbaß und Thomas Abele. Brütting betonte, es sei gut, erstmal viele Nutzungen vorzusehen, etwa das Trauzimmer, die Bibliothek, das Miedermuseum oder die Stube als Veranstaltungsraum. Abspecken könne man immer noch. Ob Bibliothek und Miedermuseum, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, in den Saal im Feuerwehrgebäude beziehungsweise in eine der Hallen von Triumph in der Fritz-Spießhofer-Straße ziehen, stand am Dienstag nicht zur Diskussion. Heinz Pfisterer sagte jedoch, dass eine so lange Unterbringung der Bibliothek, für bis zu sechs Jahren, mit der Feuerwehr wohl nicht zu machen sei.

Das Heubacher Schloss.

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