Neue Glascontainer schweben heran

  • Weitere
    schließen
+
Schwere Fracht aus Nordrhein-Westfalen: Per Lastwagen wurden die vier Container, die jeweils fünf Tonnen wiegen, nach Heubach transportiert. Nun wurden sie an der Ecke Beiswanger/Böbinger Straße eingebaut.
  • schließen

GOA und Stadt Heubach bauen an der Ecke Beiswanger Straße/Böbinger Straße Unterflurcontainer. Warum das sinnvoll ist, was es kostet und ab wann sie in Betrieb sind.

Heubach

Am Ende ist es Zentimeterarbeit. Fünf Tonnen wiegt der Unterflurcontainer, der, an vier Ketten befestigt, langsam vom Kranfahrer in die Grube gelassen wird. Hier nehmen ihn Mitarbeiter der Baufirma Haag entgegen und justieren das Ganze. Noch mal mit der Wasserwaage gecheckt, ob alles im Lot ist. "Passt", meint Jürgen Hofko. Er ist bei der Teamleiter des Fuhrparks bei der GOA und damit zuständig für den Aufbau der Unterflurcontainer. Im Ostalbkreis gibt es bisher nur einen, nämlich in Schwäbisch Gmünd beim Forum Gold und Silber. Zwar haben auch andere Städte Interesse bekundet, Heubach aber war am schnellsten und am hartnäckigsten, wie Bürgermeister Frederick Brütting sagt. Geliefert werden die Container per Lastwagen von der Firma H&G aus Burbach in Nordrhein-Westfalen.

An dem Standort beim Parkplatz von Edeka Donderer waren bisher herkömmliche Glascontainer aufgestellt. Wie auch anderswo, gab es immer wieder Probleme mit illegal abgelegtem Müll. Brütting erinnert sich an eine Putzaktion mit Jugendlichen im vergangenen Jahr, das sogenannte Clean-Up. Mit seinem Smartphone hat er damals Fotos von den Müllsünden hinter den Containern gemacht. "Sieht nicht nur unschön aus, sondern lockt auch Ungeziefer wie Ratten an", meint Brütting.

Was ändert sich für die Bürger?

Hygiene und Sauberkeit würden durch die unter der Erde liegenden Container auf jeden Fall verbessert. Die Hemmschwelle dort Müll zu hinterlassen steige, auch weil die Anonymität nicht so gegeben sei. Hinzu komme, dass die Behälter innen mit speziellem EPDM-Belag gedämmt seien, was die Lärmbelastung deutlich verringere.

Auch die Einwurfhöhe sei bei den tief liegenden Container angenehmer, meint Hofko. Wie vorher auch, können an dem Standort Weiß-, Grün- und Braunglas sowie Weißblech eingeworfen werden. Trotz der verbesserten Lärmdämmung ändere sich an den erlaubten Einwurfzeiten nichts, sagt Jürgen Hofko. Sobald alle Container in die Grube eingesetzt sind, müssen die Randbereiche aufgefüllt werden. Das passiert voraussichtlich im Lauf der nächsten Woche. Bis dahin sind die Container gesperrt.

Die GOA werde die Container mindestens einmal pro Woche leeren. Dabei muss der Mitarbeiter ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl walten lassen. Auch die Fahrzeuge seien für die neuen Unterflurcontainer eigens umgerüstet worden.

8000 Euro muss die Stadt für den Tiefbau, sprich den Aushub der Grube, berappen.

25 000 Euro kosten die vier neuen Container die GOA insgesamt.

3 Kubikmeter Altglas fasst jeder der vier neuen Container.

5 Tonnen wiegt jeder der vier neuen Container.

In diesen Tagen wird die Grube aufgefüllt. Dann erst sind die Container zugänglich.

Zurück zur Übersicht: Heubach

WEITERE ARTIKEL