Neue Übelmesser-Kita deckt Bedarf in Heubach

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Spätestens ab dem neuen Kindergartenjahr sollen im umgebauten Übelmesser in der Adlerstraße eine neue zweigruppige Einrichtung mit etwa 40 weiteren Plätzen für U3- und Ü3-Betreuung zur Verfügung stehen, so die Stadtverwaltung.
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Mit dem Umbau in der Adlerstraße ist das Angebot in Sachen Kinderbetreuung in Heubach erstmal komplett. Der Bürgermeister will aber auch die Qualität verbessern.

Heubach

Wie steht es um die Kinderbetreuung in der Rosenstein-Stadt? Passen Bedarf und Angebot zueinander? Falls nicht, an welchen Stellschrauben kann und will die Stadt drehen? Bürgermeister Dr. Joy Alemazung gibt Auskunft.

Derzeit gebe es in Heubach inklusive Lautern acht Einrichtungen – drei kommunale und fünf kirchliche. Insgesamt stünden 447 Plätze zur Verfügung. Diese seien am Ende eines Kindergartenjahres nahezu alle belegt. „Zum einen führt dies dazu, dass nicht jedem Kind einen Platz in der Wunscheinrichtung mit entsprechender Betreuungsform angeboten werden kann und zum anderen leidet auf Dauer die Betreuungsqualität, wenn die Einrichtungen bis zum letzten Platz belegt sind“, erläutert Alemazung. Hinzu komme, dass wieder geburtenstärkere Jahrgänge kommen und auch der Bedarf an einer U3- wie auch an einer Ganztagesbetreuung voraussichtlich zunehmen werde. Auch würden durch die neuen Baugebiete „Auhölzle“ zwischen Heubach und Buch und auf dem Triumph-Areal an der Mögglinger Straße weitere Betreuungsplätze benötigt, so der Bürgermeister.

Diese Entwicklung habe die Stadt Heubach bereits vor ungefähr zwei Jahren erkannt und dementsprechend mit der Planung eines weiteren Kindergartens begonnen. „Nach Abwägen der einzelnen Alternativen fiel die Wahl auf den Standort des 'Übelmesser-Areals', berichtet Alemazung. Ein entsprechender Umbau des vorhandenen Gebäudes laufe derzeit und werde bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. „Spätestens ab dem neuen Kindergartenjahr steht dann eine neue zweigruppige Einrichtung mit etwa 40 weiteren Plätzen für U3- und Ü3-Betreuung zur Verfügung“, stellt Alemazung in Aussicht. Voraussichtlich werde eine Betreuung in der Form der „verlängerten Öffnungszeit“, das heißt, von 7 bis 13 Uhr und in Form einer „Ganztagesbetreuung, also von 7 Uhr bis 17 Uhr, angeboten werden. Damit werde dann zumindest mittelfristig der Bedarf abgedeckt.

Alemazung betont, dass neben dieser bloßen Bereitstellung von Betreuungsplätzen, es aber das Ziel der Stadtverwaltung sei, die Betreuungsqualität und das inhaltliche Betreuungsangebot zu verbessern. „Wir wollen nicht nur einem Rechtsanspruch genügen, sondern den Kindern und Eltern ein umfassendes Angebot unterbreiten.“ So plane die Stadt, den Kindergarten im Areal Übelmesser zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit zahlreichen Angeboten zu entwickeln. Dies werde in enger Kooperation mit dem ebenfalls im Areal Übelmesser ansässigen Verein „Familienzentrum MüZe“ erfolgen.

„Um die Angebote des Eltern-Kind-Zentrums nicht am tatsächlichen Bedarf vorbei zu planen, haben wir eine Umfrage bei den vorhandenen Kindergärten in Heubach durchgeführt“, berichtet Alemazung. Im Ergebnis wurde demnach zum Beispiel ein erhöhter Unterstützungsbedarf bei folgenden Themen gesehen:

Angebote zur Gesundheitsförderung und Ernährung,

Elternsprechstunde und Erziehungssprechstunde,

Beratung zu alltagspraktischen Fragen,

Expertengespräche (beispielsweise Familienberatung oder bei verhaltensauffälligen Kindern,

„Elterntraining“ (Erziehungskompetenz)

Vermittlung von Fachdiensten

Auch solle im Eltern-Kind-Zentrum verstärkter Wert auf die Begleitung von Kindern mit einem erhöhten Betreuungsbedarf gelegt werden. Derzeit würden in Heubach insgesamt acht Kinder betreut, die einer ergänzenden Betreuung bedürfen, so der Bürgermeister. Gründe hierfür seien zum Beispiel: Entwicklungsverzögerungen, Blutererkrankung oder ausgeprägte Sprachentwicklungsverzögerungen. Durch geschultes Personal und pädagogischen Angeboten soll hier ein Kompetenzzentrum geschaffen werden, das allen Kinder der Einrichtung zugute komme.

Alemazung ist überzeugt: „Mit dem Eltern-Kind-Zentrum Übelmesser bieten wir künftig nicht nur quantitativ mehr Kindergartenplätze an, sondern erweitern auch qualitativ das Betreuungskonzept.“

Wir wollen das Angebot auch qualitativ ausbauen.“

Dr. Joy Alemazung,, Bürgermeister

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