Ostalbcheck: So hat Heubach abgestimmt

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Blick auf das neue Wohn- und Einkaufsquartier auf dem ehemaligen Triumph-Areal zwischen Mögglinger und Böbinger Straße. Wie überall im Kreis, beurteilen auch die Heubacher die Situation auf dem Immobilienmarkt negativ.
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Insgesamt ist die Lebensqualität unterm Rosenstein gut, finden die Teilnehmenden. Das liegt auch am regen Vereinsleben und Angeboten für Kinder und Jugendliche. Es gibt aber auch Kritik.

Heubach

Was läuft gut, wo gibt's Verbesserungsbedarf? Womit sind die Bürgerinnen und Bürger zufrieden, was fehlt ihnen speziell an ihrem Ort? Wie wohl fühlen sich die Ostälbler in ihrer Heimat? Das wollte diese Zeitung wissen. Erstmals gab es in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt eine große, über Monate laufende Online-Umfrage, den Ostalbcheck. Dabei vergaben die Teilnehmenden in verschiedenen Bereichen Punkte von null als negativste bis zehn als positivste Bewertung. Die Ergebnisse liegen nun vor. Wir stellen diese in allen Gemeinden übers Jahr verteilt vor und starten auf dieser Doppelseite mit der Stadt Heubach.

Die gute Nachricht zuerst: Die Stadt unterm Rosenstein hat es in der Gesamtbewertung in die „Top Ten“ des Ostalbkreises geschafft. Im Vergleich der Regionen schneidet Heubach mit dem neunten Platz ab. Des Weiteren belegt Heubach in elf von 15 Lebensbereichen einen überdurchschnittlichen Rang.

Was läuft vorbildlich, wo drückt der Schuh? Die höchsten Punktzahlen erreicht Heubach in den Kategorien Lebensqualität, Kinder und Jugendliche sowie Sport/Vereinsleben. Die Bereiche Immobilienmarkt, Verkehrsbelastung und Digitalisierung sind ausbaufähig.

Werfen wir darauf einen genaueren Blick. Durchschnittlich bewerten die Teilnehmenden die Lebensqualität im Ostalbkreis mit 7,2. Heubach erhält hier 7,8 Punkte.

Angebote für Kinder und Jugendliche werden im Schnitt mit 6,7 Punkten bewertet, die Rosensteinstadt erhält hingegen 7,6 Punkte.

Das Sport- und Vereinsleben im Kreis insgesamt bekommt durchschnittlich 7,2 Punkte. Zwar beurteilten die Heubacherinnen und Heubacher mit 7,4 Punkten das Sport- und Vereinsleben in der Stadt überdurchschnittlich gut. Dennoch: „Zum Vereinsleben: Alle Vereine sollten in der Öffentlichkeit präsenter und wahrnehmbarer sein. Die Stadt darf hier gerne mehr unterstützen, zum Beispiel durch Werbeflächen. Aber auch die Vereine selbst dürfen sich gerne mehr präsentieren“, schreibt ein Teilnehmer in einem Kommentar.

Der Verkehr belastet viele Heubacherinnen und Heubacher. 5,1 Punkte erhält dieser Bereich im kreisweiten Durchschnitt, in Heubach 4,9, das Thema wird hier also noch etwas belastender empfunden als im Schnitt. In einem Kommentar dazu heißt es beispielsweise: Der Ausbau der Umgehungsstraße müsse vorangetrieben werden. „Die Umgehung ist schon länger geplant und scheint noch weiterhin zu dauern. Der Ausbau ist jedoch dringend notwendig.“

Die Wohnungssituation wird in allen Regionen mit 4,9 Punkten im Schnitt schlecht bewertet. Heubach kommt auf genau dieselbe Zahl.

Die Digitalisierung liegt im Kreis bei 5,4 Punkten. Heubach schneidet mit 5,6 Punkten leicht besser ab.

Hier eine weitere Auswahl der Kommentare von Nutzerinnen und Nutzern, die optional zur Umfrage abgegeben werden konnten. Hinsichtlich der Verwaltung wird „fehlende Bürgernähe“ beklagt. Das Rathaus sei telefonisch sehr schwer erreichbar. „Während der Coronapandemie haben sich die RathausmitarbeiterInnen regelrecht eingeschlossen, da kann man sich nur wundern, wie andere Dienstleistungseinrichtungen mit der Pandemie zurechtkommen müssen.“ Ein weiterer Kommentar äußert die „Idee: Veranstaltungen zum Kennenlernen des neuen Bürgermeisters. Bisher kennt ihn kaum jemand (außer aus ein bis zwei Tagespost-Berichten)“.

Ein Park wie in Böbingen?

Weitere Anregungen: Im Gegensatz zu Böbingen, wo es mit dem Park am alten Bahndamm ein Vorbild gebe, fehlten in Heubach sichere, ebene Spaziermöglichkeiten für Senioren, etwa in einem Park. Die Straßenbeleuchtung sollte deutlich verbessert werden. Hingegen sei der während der Advents- und Weihnachtszeit installierte Lichterfall am Rosenstein „nicht mehr zeitgemäß“ in Bezug auf Umweltschutz und Energieverbrauch.

Das Angebot des Einzelhandels erhält kreisweit 6,2 Punkte. Die Heubacher sehen es etwas positiver mit 6,9 Punkten. Dennoch meint auch hier ein Kommentierender: Es brauche „mehr attraktive Einkaufsmöglichkeiten. Insbesondere moderner Einzelhandel. (...) Supermärkte sind hingegen ausreichend vorhanden“.

Der Ostalbcheck

Alle Ergebnisse finden Sie hier

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