Parken - küssen - in die Schule gehen

+
Kiss-and-go-Parkplätze Heubach.
  • schließen

Auf dem Rewe-Areal in Heubach gibt es zwei neue Elternparkplätze. Von dort aus sollen die Kinder zu Fuß in die Schule gehen, damit möglichst wenig Autos die Adlerstraße nutzen.

Heubach

Ab sofort gibt‘s zwei so genannte Kiss-and-go-Parkplätze für Eltern, die ihre Kinder an die Heubacher Schillerschule, Realschule oder Mörikeschule fahren möchten. Das sind Stellplätze fürs Bringen und Holen der Kinder. Auf dem Parkplatz des nahen Rewe-Marktes in der Gmünder Straße hat das Bauhof-Team zwei Schilder angebracht, die auf diesen neuen Küssen-und-gehen-Bereich aufmerksam machen. „Die zwei Parkplätze liegen direkt am Fußweg, der hoch zur Adlerstraße und zu den Schulen führt“, erklärt Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung. Die Schulkinder müssten dann nur noch den rot markierten und erhöhten Übergang auf die andere Straßenseite überqueren. Dann seien sie direkt an ihren Schulen.

Nun hofft er, dass viele Eltern dieses Angebot der Stadtverwaltung und des Rewe-Marktes nutzen und die Adlerstraße möglichst autofrei wird. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Schulweg für die Kinder sicher zu gestalten“, erläutert der Bürgermeister. Er dankt dem Betreiber des Heubacher Rewe-Marktes, Tobias Popp, für die „offenen Türen“. Popp hatte sofort zugesagt, die beiden Parkplätze zur Verfügung zu stellen. „Vielleicht kauft ja der eine oder andere morgens gleich ein, das wäre eine Win-win-Situation“, sagt Alemazung.

Schon seit Langem sind die Schulleitungen und die Heubacher Stadtverwaltung dran am Thema Eltern-Taxis. Weil Mütter und Väter ihre Kinder zum Teil mit dem Auto bis ans Tor des Schulhofes der Schillerschule gefahren hatten und dies jeden Morgen zu gefährlichen Situationen für die zu Fuß kommenden Schulkinder führte, stellte der Bauhof vor knapp drei Jahren drei Poller zwischen Schulhof und Adlerstraße auf, um die Eltern-Taxis vom Schulgelände fernzuhalten. Dies habe „die Situation schon deutlich entspannt“, erinnert sich Thorsten Krischke, Schulleiter der Schillerschule. Es führte aber auch dazu, dass manche Eltern direkt an den drei Pollern parkten, um ihre Kinder aus dem Auto aussteigen zu lassen. Das Problem? Die Kinder, die auf dem Gehweg zur Schule wollten, mussten runter auf die Straße, um die parkenden Autos passieren zu können.

Deshalb hat die Stadtverwaltung im Frühjahr diesen Jahres drei rot-weiß-gestreifte Absperrbaken in diesem Bereich aufgestellt, damit der Gehweg für Fußgänger frei bleibt. Ob‘s was hilft? „Ich finde schon“, berichtet Thorsten Krischke. Ein paar wenige Wiederholungstäter parkten aber nach wie vor im Bereich vor und hinter den Baken. Besonders brenzlig: Dort verläuft der Zebrastreifen, den ebenfalls viele Mädchen und Jungs nutzten, um an die Schule zu kommen.

Problemzone Adlerstraße

Krischke hofft, dass die beiden Kiss-and-go-Parkplätze ein weiteres Signal für Eltern sind, die Adlerstraße mit dem Auto zu meiden. „Es ist viel einfacher, über die Gmünder Straße auf den Rewe-Parkplatz zu fahren als die Adlerstraße zu nutzen“, findet er. Dort seien vor und nach der Schule viele Kinder unterwegs, die Parkplätze seien rar und es gebe obendrein die Einbahnstraßenregelung zur Gmünder Straße. Stressfreier sei es, die Kiss-and-go-Zone anzufahren. 

Wie es in Sachen Verkehr in der Adlerstraße weitergeht? „Wir warten auf die schriftlichen Ergebnisse der Verkehrsschau“, sagt Anke Haas vom Heubacher Ordnungsamt. Denn das Landratsamt sei zuständig für Genehmigungen wie Halteverbote oder neue Fußgängerüberwege. Zuständige des Landratsamtes, der Stadtverwaltung und der Polizei schauten sich verkehrstechnisch kritische Stellen in der Stadt an, um diese zu verbessern. Die Stadtverwaltung wünscht sich in der Adlerstraße unter anderem ein absolutes Halteverbot auf beiden Seiten.

Zurück zur Übersicht: Heubach

Kommentare