„Rambo“ und sein Team sind zurück

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Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender mit ihrem Schlepper Rambo auf dem Weg zum Donauursprung
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Wo es Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender diesmal mit ihrem Schlepper hinverschlagen hat und was es auf ihrer Langstreckenreise besonders zu feiern gab.

Heubach. Wenn einer ein Reise tut, dann kann er was erzählen“. Ein Spruch, wie er für das Heubacher Rentnerpaar Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender nicht treffender sein könnte. Mehr durch Zufall kam das Paar vor einigen Jahren zu einem kleinen verwahrlosten Eicher-Schlepper aus dem Baujahr 1951. Mühevoll wurde der in die Jahre gekommene Erntehelfer „aufgepäppelt“ und restauriert und „weil er ein kleiner Kämpfer ist“ auf den Namen „Rambo“ getauft.

Doch so ein Bulldog will bewegt werden. Magdalena und Karl-Heinz haben für sich das „Langstreckenreisen mit dem Schlepper“ entdeckt. Mehr als 1000 Kilometer legte das Paar mit seinem zuverlässigen Freund bereits entlang der schönsten Flüsse Deutschlands zurück, noch abenteuerlicher war die Fahrt mit Rambo über die Alpen nach Meran im vergangenen Jahr. Bedächtig und unermüdlich schnaufte sich der kleine Schlepper samt Besatzung damals das Hahntennjoch mit seinen knapp 1000 Höhenmetern und 15 Kehren hoch.

Und Anfang August gingen Magdalena und Karl-Heinz mit dem zuverlässigen Rambo wieder auf Tour. Dieses mal ging die Reise an den Ursprung der Donau und von dort ein Teilstück am Strom entlang. Trotz unbeständigen Wetters am Abreisetag startete das Paar zur luftigen Fahrt in Richtung Donau auf dem Schlepper ohne Dach und Kabine. Drei Tage dauerte die Anreise bei mäßigen Temperaturen. Gewitterschauer sorgten immer wieder für „Außen- und Innenreinigung“, erzählt das Paar lachend: Kein Problem. Rambo steckt das weg und Magdalena und Karl-Heinz haben für alles die passende Kleidung.

Eine „Überquerung“ der Schwäbischen Alb über Wiesensteig , Sonnenbühl und Balingen bis zur Donauquelle bei Donaueschingen wurde mit gemäßigtem Tempo gemeistert. Rambos 16 Pferdestärken schnurrten und bei besten Bedingungen schafft er 20 Stundenkilometer Höchstleistung. Ohne genaues Ziel tuckerte das Trio weiter, das Wetter war ihnen jetzt gnädig gesonnen, „die Regenschauer zogen ab, es wurde jeden Tag wärmer“.

Die Fahrt ging Richtung Osten immer an der rund 2842 Kilometer langen Donau entlang bis zur Donauversickerung. „Von einer Versickerung war allerdings nach dem langen Regen nichts zu sehen“, denn „das Karstgestein konnte die Wassermengen nicht mehr aufnehmen“, erzählen Magda und Karl-Heinz. In Tuttlingen durfte Rambo dann wieder eine Nacht lang „verschnaufen“, bevor am nächsten Tag „ein besonders schöner Streckenabschnitt“ durch das obere Donautal auf dem Plan stand. Vom Anblick der Donau, die sich durch das mit Felsen gesäumte Tal schlängelt, schwärmt das Paar immer noch.

Am Aussichtspunkt Kolbinger Höhe und am Kloster Beuren durfte Rambo eine ganze Weile pausieren, bevor es durchs Donautal weiter Richtung Herbertingen ging. Beim Versuch, möglichst der Donau zu folgen, durfte Rambo hin und wieder die Straßen verlassen und auf dem gut ausgebauten Donauradweg weitertuckern. An den Klöstern Zwiefalten und Ober- und Untermarchtal zogen Rambo nebst Besatzung vorbei bis Ulm.

Die „Gutwetterprognosen“ verlockten Magda und Karl-Heinz sogar, den „Roadtrip“ etwas zu verlängern und nicht wie geplant von Donauwörth an die Heimreise nach Heubach anzutreten. Ein Stück der „romantischen Straße“ entlang bis Neuburg an der Donau wurde als Verlängerung ins Auge gefasst. Dort wurde dem Strom Adieu gesagt, die Heimreise führte an der Altmühl entlang durch ihr wildromantisches Tal bis Treuchtlingen. Nach elf Tagen, 724 Kilometern und einem Glas Sekt zu Rambos „rundem“ 70. Geburtstag konnten alle Drei am Wochenende gesund und munter wieder in Heubach einfahren.

Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender mit ihrem Schlepper Rambo auf dem Weg zum Donauursprung
Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender mit ihrem Schlepper Rambo auf dem Weg zum Donauursprung
Magdalena Neubauer und Karl-Heinz Bender mit ihrem Schlepper Rambo auf dem Weg zum Donauursprung

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