Ringerschließung für die Sicherheit?

  • Weitere
    schließen
+
Vertreter der Verwaltung, der Polizei und des Landratsamts bei der Verkehrsschau in der Zimmergasse in Lautern.

Verkehrsschau begutachtet in Lautern die Verkehrsführung rund ums Primalat-Gelände. Landratsamt wird über eine mögliche Einbahnregelung entscheiden.

Heubach

Den Bebauungsplan für das Primalat-Gelände in Lautern hat der Gemeinderat verabschiedet. Über die in diesem Zusammenhang diskutierten Verkehrsbeziehungen entscheidet nun das Landratsamt. In einer Verkehrsschau mit Vertretern aus Verwaltung, Gemeinderat und Polizei informierte sich die Leiterin des Geschäftsbereichs Straßenverkehr des Landratsamts, Doris Forstenhäusler, am Donnerstag vor Ort.

Im Bebauungsplan geht es um den Neubau eines Lager- und Sozialtrakts der Firma. Außerdem geplant: die Erweiterung der Halle im Nordosten, eine Gewerbehalle an der Zimmergasse und ein Stellplatz für Lastwagen. Nördlich des Betriebs, auf dem Gebiet des alten Bebauungsplans "In der Streng", soll ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten entstehen.

Lauterns Ortsvorsteher Bernhard Deininger erläuterte die Überlegungen der Verwaltung: Bis jetzt besteht eine Ein- und Ausfahrt aufs Primalat-Gelände von und zur Hohenroder Straße. Relativ problemlos sei das Abbiegen ins Firmengelände. Das gilt nach Worten Deiningers nicht für ausfahrende Lastzüge, die oft 15 Meter lang sind. Sie müssten beim Abbiegen regelmäßig die Gegenfahrbahn mitbenutzen, um die Kurve zu schaffen. "Das führt nicht selten zu brenzligen Situationen", weiß der Ortsvorsteher. Herannahende Autofahrer sehen das Hindernis relativ spät. An der Stelle macht die Hohenroder Straße eine Kurve. Bei der Ortsbegehung wurde grob geschätzt: 28 Meter soll für ausfahrende Lastwagen und Autos die Sicht nach links betragen.

Deshalb schlage man eine Ringerschließung vor, von der Hohenroder Straße wäre dann nur noch die Zufahrt erlaubt. Die Ausfahrt müsste über einen neuen Zugang zur Zimmergasse und von dort zur Hohenroder Straße gebaut werden. Dort, so konnten die Teilnehmer der Verkehrsschau erfahren, ist der Überblick auf die Hohenroder Straße deutlich besser.

Das führt nicht selten zu brenzligen Situationen.

Bernhard Deininger, Ortsvorsteher

Eine mögliche Konfliktsituation wolle man in der Zimmergasse von Anfang an beseitigen, meint Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting. Der Gehweg an der Zimmergasse müsse durch Poller vom Straßenraum getrennt werden, dass Autos im Gegenverkehr nicht auf diese Fläche ausweichen. Das diene auch der Sicherheit der dort wohnenden Kinder, für die das Teil des Schulwegs sei.

Nach Worten von Bernhard Deiniger rechnet man mit 15 bis 20 Lastwagen am Tag, die diese Ausfahrt nutzen werden. Der Entlastung der Zimmergasse diene eine Standspur auf dem Primalat-Areal. Dort könne möglicher Querverkehr – vor allem die Landwirtschaft nutzt diese Verbindung – abgewartet werden. Ein wichtiges Anliegen gab der Ortsvorsteher Doris Forstenhäusler mit auf den Weg: "Wir sollten auf der Hohenroder Straße unbedingt Tempo 30 einführen", findet Deininger. Das auch unabhängig von einer Verkehrslösung für die Firma Primalat. Dort werde schnell gefahren, weitere Ein- und Ausfahrten sind davon tangiert. Außerdem diene die Straße oft als Ausweichstrecke, falls es zu Staus auf der B 29 komme.

Das Landratsamt wird nun auf Basis des Bebauungsplans und der Erkenntnisse aus der Verkehrsschau die Entscheidung treffen, welche Regelung umgesetzt werden soll.

Zurück zur Übersicht: Heubach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL