Schulhof des Gymnasiums mit Kletterfelsen und weniger Parkplätzen

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Die hinteren Parkplätze, hier rechts im Bild, sollen nicht mehr als solche ausgewiesen werden. Grafik: Stadt Heubach/ca
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Heubacher Gremium befürwortet die Pläne des Landschaftsarchitekten zur Umgestaltung der Fläche zwischen Stadthalle und Gymnasium.

Heubach

Weniger Parkplätze, dafür Sitzgruppen, Spielgeräte und ein Kletterfelsen: Der Schulhof des Rosenstein-Gymnasiums zwischen der Schule und der Stadthalle wird sich verändern. Der Gemeinderat stimmte am Dienstag den Plänen des Büros Kapeller zu.

Zum Hintergrund

Die Stadthalle als Gebäude sowie der Außenbereich werden von der Stadt seit Jahren mit Fördergeldern, etwa aus dem Programm „Soziale Stadt“, modernisiert und umgebaut. Die Abschnitte vor der Stadthalle Richtung Hauptstraße sind fertig, genauso das Teil an Karlstraße samt der Treppe. Nun geht's an den dritten Abschnitt, den Hof zwischen Stadthalle und Rosenstein-Gymnasium. Seine Doppelfunktion als Schulhof einerseits und Parkplatz andererseits sei die besondere Herausforderung, meinte der stellvertretende Bürgermeister Karl Grötzinger.

Der Plan

Gerhard Kapeller vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro erläuterte, dass sein erster Entwurf vor einigen Jahren das Gelände noch als „funktionalen Schulhof“ definiert hatte. Nach Gesprächen mit den Lehrenden und den Schülerinnen und Schülern habe er diesen Entwurf überarbeitet. Den aktuellen Zustand des Belags nannte Kapeller „marode“. Da sei vieles nicht mehr intakt, auch eine Sitzbank sei „schief wie ein sinkendes Schiff“. Seitens der Schüler seien vor allem mehr Sitzgelegenheiten gewünscht worden.

Kapellers Entwurf sieht hier nun beispielsweise ein großes Holzpodest rund um die bestehende Linde herum vor, außerdem Sitzgruppen vor dem Mensagebäude, in den Sommermonaten überdacht von einem „temporären Sonnensegel“. Zudem sollen die verwitterten Holzbeläge der Gabionen zum Sitzen erneuert werden. Wichtig seien dem Landschaftsarchitekten Möglichkeiten zur aktiven Bewegung. Die Tischtennisplatte soll bleiben, ein Basketballkorb dazukommen. Außerdem Baumstämme zum Balancieren und ein zwischen Bäumen gespanntes Seil, ein „Slackline“. Zu guter Letzt ein Kletterfelsen aus Beton mit Griffen. Der hintere Bereich soll naturnah und grün bleiben, mit Wiese, Schulgarten und Insektenstauden. Hier sei eine weitere Zusammenarbeit mit der Schule wünschenswert.

Der Belag soll zweigeteilt sein: In der Mitte des Hofs plant Kapeller ein „organisch geformtes Pflaster“, wobei die Linde eigens mit Natursteinpflaster in Form eines Ammoniten umrundet wird. In den äußeren Bereich und an den Eingängen soll der Belag wie in der Karlstraße werden. Die Parkplätze könnten, wie auf dem Schlossplatz, mit Stahlnägeln markiert werden, der Entwurf sah neun Stellplätze im vorderen Bereich und sechs weitere im hinteren Bereich vor.

Die Umsetzung ist für die Sommerferien 2022 geplant, die Kosten betragen rund 485 000 Euro, wobei der Eigenanteil der Stadt bei rund 261 500 Euro liegt.

Die Diskussion

Grundsätzlich zeigten sich die Gemeinderäte angetan von den Plänen. Nicht nur Gerhard Kuhn lobte, dass die Schule einbezogen wurde. Thomas Abele regte an, die Schüler auch bei der Umsetzung dabei zu haben.

Redebedarf gab es bei den Parkplätzen. Martin Kelbaß warf die Frage auf, ob man diese überhaupt ausweisen müsse. Bei Veranstaltungen in der Stadthalle würden hier ohnehin nur Anlieferer und Mitarbeiter parken. Es reiche, den Behindertenparkplatz auszuweisen. Julia Gaiser meinte, in den Schulhöfen der anderen Schulen werde ja auch nicht geparkt. Es sei besser, eine schöne Sicht auf die neu gestaltete Anlage zu haben. Thomas Abele meinte, wegen Feuerwehrzufahrt und Rettungswegen gehöre die Parksituation ordentlich geregelt. Ratsmitglied und Feuerwehrkommandant Heinz Pfisterer unterstützte das: Ohne Markierung gebe es „Kraut und Rüben“ beim Parken und Probleme bei den Rettungswegen. Stadtbaumeisterin Ulrike Holl regte „als Kompromiss“ an, nur die vorderen Parkplätze auszuweisen und den hinteren Teil den Schülern als „Campus“ zu überlassen. Diesem Vorschlag folgte die Mehrheit der Gemeinderäte.

Der Pausenhof zwischen Rosenstein-Gymnasium und Stadthalle wird umgestaltet. Es soll mehr Sitzgelegenheiten und Spielgeräte geben, dafür weniger ausgewiesene Stellplätze für Autos.

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