Seniorenzentrum auf dem Triumph-Gelände wird schneller gebaut als gedacht

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Hier auf dem alten Triumph-Gelände soll das neue Pflegeheim in Heubach entstehen. Noch stehen auf dem Platz Baucontainer. Im Hintergrund rechts ist das Freibad im Winterkleid zu erkennen.

Aus Sicht der Heubacher Mitglieder des Bauausschusses kann das Projekt für 60 Pflegeplätze auf dem Gelände Triumph Werk II starten. Das Einvernehmen wurde am Mittwoch erteilt.

Heubach

Dass sich auf dem Triumph-Areal in der Stadt unterm Rosenstein einiges tut, sieht jeder. Der neue Discounter hat seine Pforten geöffnet. Die Baugrube fürs soziale Wohnprojekt der Stadt ist ausgehoben und an den Mehrfamilienhäusern sind die Handwerker zugange. Jetzt soll in Kürze der nächste, große Mosaikstein gesetzt werden. Dabei geht es um das Bauvorhaben der Ziegler'schen Stiftung, die 60 Pflegeplätze für Senioren, aufgeteilt auf vier Wohngruppen, erstellen möchte.

Der Bauantrag lag am Mittwoch den Mitgliedern des Bauausschusses vor. "Zügiger als erwartet", wie es Bürgermeister Frederick Brütting beschrieb, soll nun das Seniorenzentrum gebaut werden. "Es geht alles ein bisschen schneller als gedacht", blickte er auf die Baustellen innerhalb des Bebauungsplans Triumph Werk II. "Das tut dem Quartier gut, wenn nicht über lange Zeit immer wieder gebaut wird", sagte er zufrieden.

Befreiungen notwendig

Das Bauvorhaben fürs Seniorenzentrum machte manche Befreiung notwendig, die Martina Zang vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein als "nicht so dramatisch" beschrieb. Zum einen ging es um "minimale Überschreitungen" des Baus, sodass dieser ins Pflanzgebot hineinragt. Die Investoren und Planer hatten Vorschläge angeboten, wie diese wegfallenden Pflanzungen anderenorts wieder realisiert würden. "Es geht insgesamt um 13 Quadratmeter", informierte Brütting.

So werden die zwei Bäume, die für die Anliefereinfahrt an der Straße im Weg wären, auf den Vorplatz, beziehungsweise auf den Innenhof des u-förmigen Seniorenzentrums gepflanzt. Bei der Anlieferung bedarf es eine Befreiung bezüglich der Höhe einer Mauer. Diese muss den Hang abfangen, damit die Anliefereinfahrt optimal genutzt werden kann.

Der jetzt vorliegende Bauantrag ist laut Brütting zu 99 Prozent im Schema des Bebauungsplanes von 2018 geblieben. Was aus seiner Sicht nicht einfach gewesen sei, da man Zwangspunkte wie den Klotzbach, das Freibad oder die leichte Hanglage bei der Planung des Seniorenzentrums berücksichtigen musste. "Es sind wirklich kleine Abweichungen", beschrieb er.

Gleiches Recht für alle

Stadtrat Günter Lux (SPD) stieß allerdings bitter auf, dass es auch eine Befreiung von der Stellplatzverordnung gibt, die in Heubach 1,5 Plätze pro Wohnung vorsieht. Für die vier Mitarbeiterwohnungen bat der Investor, nur einen Stellplatz pro Wohnung bauen zu müssen. Grund sei der Platzmangel. "Aber insgesamt verfügt das Seniorenzentrum um mehr Parkplätze als vorgeschrieben sind", argumentierte Brütting für die Befreiung. Günter Lux forderte gleiches Recht für alle Bauherren. "Wir haben eine Vorschrift, daran soll man sich halten", argumentierte er. Auch Gerhard Kuhn (UB) sprach sich gegen die Befreiung aus.

Brütting hielt dagegen, verwies auf die vielen Parkplätze, die bei den Märkten auf dem Areal bereit stehen. Er sah die Kritik als "unverhältnismäßig" an. Zudem gehe es um kleine Appartements für Mitarbeiter und Auszubildende. "Da zieht keine fünfköpfige Familie ein", fügte Martina Zang an. Bei zwei Gegenstimmen wurden alle Befreiungen für die Planung des Seniorenzentrums erteilt.

Hinter dem Triumphini-Hochgebäude entsteht auf dem ehemaligen Triumph-Areal ein Pflegeheim (rot eingefärbt). Grafik: ca

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