So geht Kugelmarkt im Corona-Jahr

  • Weitere
    schließen
+
Bürgermeister Frederick Brütting begrüßte am Freitag im neuen Popup-Store, der als "kleiner Kugelmarkt" Weihnachtliches von unterschiedlichen Standbetreibern an den Adventswochenenden in der Hauptstraße 27 in Heubach bietet.

Weihnachtliche Dekoration, Schmuck, Taschen, Holzkunst und vieles mehr gibt's seit Freitag im "Popup-Store" in der Hauptstraße 27 in Heubach.

Heubach

Eigentlich hätte es erst um 16 Uhr losgehen sollen, aber die Besucher schlichen sich bereits vorher rein. Keine Frage, die Initiative der Stadt Heubach, gemeinsam mit den Standbetreibern des Kugelmarkts, hat voll den Nerv der Bürgerschaft getroffen. "Ich freu' mich einfach sehr", sagte Bürgermeister Frederick Brütting bei seiner Begrüßung. Und sparte nicht mit Lob für die Verwaltungsmitarbeiterinnen Renate Iwaniw, Mareen Alka und Simone Schurr, die in Nullkommanichts den Alternativ-Beschluss des Verwaltungsausschusses vom Oktober umsetzten. Sie machten sich auf die Suche nach einem leer stehenden Laden in der Stadt, schrieben die Marktbeschicker vom Kugelmarkt an und organisierten die Standverteilung in dem vorübergehend gemieteten Laden. So wird es an jedem Adventswochenende einen "kleinen Kugelmarkt", wie es Bürgermeister Brütting beschrieb, in dem Laden in der Hauptstraße 27 in Heubach geben. Künftig öffnet der vorübergehende Laden – der "Popup-Store" – freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von neun bis 16 Uhr seine Pforten. Das Angebot, sprich, die elf Standbetreiber wechseln. "Deshalb lohnt es sich, an allen Adventswochenenden reinzuschauen", empfahl Brütting.

Flink und unbürokratisch

Die Wahl war auf den Laden in der Hauptstraße 27 gefallen, da die Verkaufsfläche mit 140 Quadratmetern groß genug war, um die Abstände einhalten zu können. Und "weil uns die Besitzerfamilie Baumann mit der Miete sehr entgegengekommen ist", begründete der Bürgermeister. Und schließlich musste es schnell gehen. "Es war einfach flink und unbürokratisch", zeigte sich Brütting dankbar.

Am dritten Adventswochenende, an dem eigentlich der Kugelmarkt hätte stattfinden sollen, kann ein Aussteller aus Lauscha, Gerd Eichhorn, mit seinen Kugeln und Glaswaren als Standbetreiber begrüßt werden. "Wenigstens ein bisschen Lauscha in der Stadt", freut sich Renate Iwaniw.

Immer vier Händler sind an den Wochenenden im Laden zu finden. Wobei erwähnt werden muss, dass mancher auch Waren von anderen Anbietern an seinem Stand verkauft. So gab es am Freitag am Taschenstand von Gertrud Waidmann auch Strickwaren vom Heubacher DRK sowie Seifen einer anderen Anbieterin. "So eine super Idee", freut sich Waidmann aus Abtsgmünd über die städtische Initiative. Ihre Standnachbarin Katja Scheuring aus Eislingen nickt: "Die Initiative der Stadt ist klasse. Ich konnte in diesem Jahr nur bislang auf zwei Märkte. Die anderen 34 Märkte wurden wegen der Pandemie abgesagt." Sie machte klar, dass es nicht nur ums Geld verdienen gehe. "Auf Märkten tauscht man sich mit anderen Standbetreibern aus und es ist eine Kommunikationsplattform – auch für die Besucher."

Auch Ingrid und Paul Faas aus Ramsenstrut strahlten. Mit ihrem Holz-Kunsthandwerk trafen sie am Freitag den Geschmack der Besucher. Und viele Verkaufsgespräche führte Heike Hercigonja aus Essingen. Ihre Schmuckkreationen kamen bestens an. Das "Experiment", wie es Bürgermeister Brütting am Freitag beschrieb, war gelungen. "Nur den Glühwein und das Essen muss man sich dazu denken", bedauerte er.

Initiative zeigen auch die Mitglieder des Heubacher Handels- und Gewerbevereins. Sie haben an jedem Tag bis Heiligabend in einem anderen Geschäft spezielle Angebote.

Zurück zur Übersicht: Heubach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL