So hilft die Peru-Gruppe Heubach aktuell in Laderas

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Peru-Gruppe-Heubach: aktuelle Hilfeleistungen in Laderas

Die Pandemie hat tiefe Spuren in dem Land hinterlassen. Welche Projekte derzeit wieder anlaufen.

Heubach. Wie ist die Situation in Laderas derzeit? Die Peru-Gruppe Heubach gibt in einer Pressemitteilung Auskunft. Nach mehr als zwei Jahren, in denen die Schulen, Vorschulen und Kindergärten wegen der Coronapandemie geschlossen blieben, konnten Anfang März die ersten Kinder wieder mit ihren Freunden zusammentreffen, gemeinsam lernen und spielen. Zwar hätten auch in Laderas die Erzieherinnen versucht, mit Online-Unterricht den Kindern den Lernstoff zu vermitteln, doch sei dies zuhause in den Hütten nicht einfach. Einen Laptop hätten die wenigsten Familien, gelernt wurde mit Smartphones.

Jetzt aber erhielt die Peru-Gruppe in Heubach Bilder von strahlenden Kindern, die sich in der Vorschule und im Kindergarten wiedertrafen. Das trotz Pandemie hohe Spendenaufkommen im Jahr 2021 versetzte die Gruppe in der Lage, zusätzliche Freude zu verbreiten. So konnten die bedürftigsten Familien und Waisen, deren Eltern an Covid gestorben waren, mit der Finanzierung von 200 Schuluniformen unterstützt werden. 300 Kinder freuten sich über die Schulutensilien, die die Verantwortlichen vor Ort im Namen der Peru-Gruppe Heubach überreichten.

Zugang zu frischem Wasser

Eine besondere Freude für die Heubacher Organisation ist es, dass das „Wassertank-Projekt“ wieder fortgeführt werde. Mehr als zwei Jahre mussten die Familien warten, bis es im März dieses Jahres wieder möglich war, Wassertanks zu besorgen und mit ihnen die Trinkwasserversorgung in den Hütten an den Hängen von Laderas zu verbessern. Nach und nach werden vermutlich noch in diesem Jahr sechzig Familien den Zugang zu diesen Wasserreservoirs bekommen.

In den Jahren 2020 und 2021 wurden laut Peru-Gruppe bereits 85 000 Euro zur Verfügung gestellt, um die bedürftigsten Familien mit Lebensmittel- und Hygienemitteltüten zu versorgen, nun könne diese Hilfeleistung allmählich reduziert werden. Bis August würden hierfür nochmals 15 000 Euro zur Verfügung gestellt da es noch nicht allen Familien wieder gelungen sei, nach dem Höhepunkt der Coronapandemie und der Aufhebung der Ausgangssperren wieder Arbeit zu bekommen.

Auch das Budget für die laufenden Projekte, also die Begleitung der Volksküche, der Vorschule, des Kindergartens, der humanitären Hilfe, der Psychologin, des Schutzhauses seien in Anbetracht drastisch gestiegener Lebensmittel- und Energiepreise um knapp zehn Prozent erhöht worden.

Eine besondere Freude sei die Wiederaufnahme der von der Peru-Gruppe finanzierten zahnärztlichen Behandlung der Kinder in Laderas sowie die Fortführung der Arbeit in der Kartenwerkstatt. Nach wie vor haben zehn Frauen einen Arbeitsplatz in der Herstellung der Kunstkarten. Jede verkaufte Karte sichert die Arbeitsplätze, deshalb hofft die Peru-Gruppe auch in diesem Jahr viele dieser Karten in Heubach und über den Online-Shop www.kartenwerkstatt-peru.org verkaufen zu können.

Wer sich über die Arbeit der Peru-Gruppe Heubach informieren möchte, kann dies auf der Internetseite unter www.peru-gruppe-heubach.org oder beim nächsten Stammtisch am Donnerstag, 19. Mai, im Gasthof Goldener Hirsch in Heubach ab 19.30 Uhr tun.

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