Übelmesser jetzt ein Rohbau

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Baustelle im Übelmesser: Das Gebäude ist inzwischen komplett entkernt.
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Bauarbeiten für die neue Kita sind voll im Gang. Bis auf den Tafelladen haben alle (ehemaligen) Nutzer einen neuen Standort gefunden.

Heubach

Vom einstigen Zweckbau zum Schmuckstück für Heubach: Die Umbauarbeiten im Familienzentrum „Übelmesser“ haben begonnen. 2022 soll dort die neue Kindertagesstätte mit zwei Gruppen auf zwei Etagen fertig werden. Außerdem ist im Gebäude Platz für den Second-Hand-Laden des Familienzentrums „MüZe“ und den „QL TourRaum“. Für weitere bisherige Nutzer des Übelmesser-Gebäudes hat die Stadt neue Standorte gefunden oder ist – das gilt für den Tafelladen – noch auf der Suche nach einem alternativen Standort.

Das Gebäude ist inzwischen komplett entkernt. Auch im Außenbereich ändert sich der Anblick: Der schuppenartige Anbau im Innenhof ist abgebrochen, ein weiterer Schuppen in der Einfahrt wird ebenfalls entfernt. Aktuell laufen die ganzen Rohbauarbeiten, um die Raumaufteilung für die neue Nutzung zu schaffen. Dazu zählt auch ein Aufzug, dessen Schacht nach Worten von Bürgermeister Frederick Brütting schon fertiggestellt wurde. Der Gemeinderat hat jüngst Arbeiten für mehr als 500 000 Euro in Auftrag gegeben, unter anderem für Putz, Estrich oder Innentüren. Nachfragen gab es dabei in Zusammenhang mit den Metallarbeiten: Stadtrat Frank Schührer erinnerte in der Juni-Sitzung an Überlegungen, die Decks im Außenbereich als Bühne nutzen zu können. Das lässt sich, so äußerte sich Architektin Beate Kayser damals, wegen zu unterschiedlicher Niveaus aber nicht realisieren. Wie es um die künftige Nutzung bestellt ist, darüber sprachen am Mittwochabend die Beteiligten am Runden Tisch.

Bürgermeister Frederick Brütting erinnerte im Gemeinderat daran, dass es sich um komplexe Umbauarbeiten in altem Bestand handelt. Das verursache an manchen Stellen Zusatzarbeiten und Zusatzkosten. Dabei geht es etwa um den Austausch der alten Holzfenster im Giebel (2700 Euro), die Sanierung der Holztreppe im Flur (knapp 24 000 Euro) sowie mehrere für die Statik des Gebäudes unverzichtbaren Stahlträger (31 000 Euro). Die anvisierten Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro will man halten. Aus mehreren Zuschusstöpfen erwartet die Stadt eine Co-Finanzierung von bis zu 50 Prozent.

Ganz ohne Zusatzkosten geht es bei der Unterstützung der Stadt für neue Räumlichkeiten der bisherigen Übelmesser-Nutzer. Die DRK-Bereitschaft Heubach ist jetzt im DRK-Mehrgenerationenhaus in der Ziegelwiesenstraße zuhause. Ein Lager hat das DRK im Gewerbehof Richtung Lautern. Die Höhlenkundliche Arbeitsgemeinschaft Rosenstein-Heubach ist nach Worten von Frederick Brütting inzwischen im Rosenstein-Gymnasium untergebracht. Dabei geht es vor allem um die Lagerung von Ausrüstungsgegenständen, weniger um einen Raum für Treffen. Ohne den geht es bei den Schachfreunden Heubach nicht. Sie können sich inzwischen ebenfalls im Rosenstein-Gymnasium begegnen. Auf Standortsuche ist die Stadt noch für den Tafelladen. „Den möchten wir schon gerne wieder in Heubach haben“, sagt der Bürgermeister und ist zuversichtlich, demnächst Räume dafür zu finden. In der Pandemie hat sich der Tafelladen darauf beschränkt, in Heubach fertig gepackte Kisten auszuliefern, die zuvor in Schwäbisch Gmünd mit Waren bestückt wurden. Nur vorübergehend am neuen Ort: Das MüZe-Lädle, zuletzt im Obergeschoss des Familienzentrums in der Adlerstraße untergebracht. Während der Bauzeit läuft der Verkauf in Räumen in der Hauptstraße. Im April 2022 soll das Lädle wieder umziehen.

Vor 45 Jahren startete das Übelmesser als Jugendzentrum, erhielt 1980 weitere Räume im Gebäude und organisierte von dort aus viele Veranstaltungen, unter anderem das „Umsonst & Draußen“. Ab 2002 war es kein Jugendzentrum mehr, ein Jahr später etablierte sich der Verein als QLTourRaum Übelmesser.

Den möchten wir schon gerne wieder in Heubach haben.“

Frederick Brütting,, Bürgermeister

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