Unglückspilot aus dem Raum Aalen

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Die Absturzstelle auf einem Feld neben der Landebahn ist am Donnerstag weiträumig abgesperrt, das Flugzeug mit einer Plane abgedeckt.
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Nach dem Unfall mit einem Kleinflugzeug laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der zuständigen Bundesstelle.

Heubach. Ein 44-jähriger Pilot wurde beim Absturz seiner einmotorigen Propellermaschine am Mittwochabend gegen 19.15 Uhr beim Heubacher Flugplatz schwer verletzt. Wie die Polizei berichtet, geriet der Mann, der alleine im Flugzeug war, bei einem Landeanflug aus noch ungeklärter Ursache in Schwierigkeiten. In der Folge stürzte das Flugzeug aus geringer Höhe links neben die Landebahn. Das Flugzeug überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Ersthelfer konnten einen Brand noch in der Entstehung mit Feuerlöschern im Keim ersticken und den Piloten aus dem Flugzeug retten. Laut Polizei erlitt er lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Am Donnerstagmittag war der Absturzbereich neben der Landebahn mit einem rot-weißen Absperrband weiträumig abgesperrt, das Flugzeug mit einer Plane abgedeckt. Weil die Experten für die Untersuchung Tageslicht brauchten, sei das Flugzeug zunächst vor Ort gelassen worden, so Polizeisprecher Bernd Märkle. Die Kriminalpolizei und die Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen seien am Donnerstag nochmals an der Unfallstelle gewesen. Wie lange die Ermittlungen dauern, dazu könne er keine Aussage machen, so Märkle. Auch wie es dem Piloten derzeit gehe, unterliege der ärztlichen Schweigepflicht. Wie Märkle auf Nachfrage sagt, kommt der Verunglückte „aus dem Bereich Aalen“. Der Pilot sei in Heubach gestartet – aus Schulungszwecken, um Platzrunden zu fliegen.

Die Ursache des Absturzes ist unklar. Ein Flugplatz-Mitarbeiter äußerte gegenüber dieser Zeitung am Mittwochabend die Vermutung, dass ein „Strömungsabriss“ verantwortlich sein könnte. Andere Augenzeugen, die das „Trudeln“ der Maschine gesehen haben wollen, vermuten gesundheitliche Gründe.

Der Rettungsdienst war am Mittwoch mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, ebenso die Feuerwehr Heubach. Laut Polizei entstand ein Schaden von rund 200 000 Euro. 

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