Wahl mit nur einer Bewerbung?

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Wer zieht ins Heubacher Rathaus?
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Welches Szenario erwartet die Heubacher, sollte es bei der Bürgermeisterwahl tatsächlich nur einen Kandidaten geben?

Heubach. Noch rund drei Wochen haben Interessenten Zeit, sich für die Bürgermeisterwahl in Heubach am Sonntag, 17. Oktober, zu bewerben. Die Frist endet am Montag, 20. September. Bisher ist nur eine einzige Bewerbung im Rathaus eingegangen, und zwar anonym. Das heißt, der oder die Bewerber/Bewerberin möchte zumindest zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, dass sein oder ihr Name öffentlich bekannt wird.

Angenommen, es bleibe tatsächlich bis zur Wahl nur bei dieser einzigen Bewerbung. Wäre dann eine Wahl überhaupt zulässig? Wo wären dann die demokratischen Auswahlmöglichkeiten? Und: Angenommen, der eine einzige Kandidat tritt alleine an, wird dieser dann auf jeden Fall Bürgermeister oder Bürgermeisterin, wenn er oder sie eben ein paar Stimmen bekommen?

Die Redaktion hat beim Landratsamt nachgefragt. Katharina Oswald, persönliche Referentin des Landrats, schreibt: Für die Wahl ist mindestens ein Bewerber/in erforderlich. Gewählt ist im ersten Wahlgang, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Entfällt auf keinen Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen muss eine Neuwahl her. Es entscheidet dann die höchste Stimmenzahl (einfache Mehrheit). Diese Neuwahl hat die Stadt Heubach auf Sonntag, 31. Oktober, festgelegt. Im Falle einer Neuwahl könnten also vom 18. bis 20. Oktober neue Bewerbungen eingereicht werden.

Übrigens: Die Sitzung des Gemeindewahlausschusses über die Zulassung der Bewerbungen am Montag, 20. September, um 18 Uhr ist öffentlich. Spätestens dann werden die Namen - auch von anonymen Bewerbern - bekannt.

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