"Wasser mit Geschmack": Polizei begründet Präsenz

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Wasser mit Geschmack in Heubach. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Polizeisprecher Holger Bienert sieht den Einsatz in Heubach durch die Zahl der Verstöße bestätigt.

Heubach. War die Polizei beim Festival „Wasser mit Geschmack“ (WmG) am Wochenende zu stark präsent? Die Zahl der festgestellten Verstöße zeige, dass die Einsatzstärke gerechtfertigt war, sagt der Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Aalen, Holger Bienert, auf Nachfrage der Gmünder Tagespost. Zuvor war die Bilanz der Ordnungsbehörde von Nutzern sozialer Netzwerke kritisiert worden. Die Polizei entscheide bei solchen Veranstaltungen in jedem Einzelfall. Dabei spiele nach Erfahrung der Einsatzkräfte schon eine Rolle, um was für eine Veranstaltung es sich handelt, sagt Bienert: Bei Techno-Konzerten sei mit mehr Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu rechnen als bei manchen anderen Veranstaltungen. Die Bilanz des Wochenendes habe dies bestätigt. 30 solche Verstöße hatten die Einsatzkräfte gemeldet. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass es noch eine nicht entdeckte Dunkelziffer gibt. „Große Fische“ seien nicht darunter gewesen; die Mengen illegaler Drogen, die die Polizisten fanden, seien eher gering und wohl zum Eigenkonsum der Besitzer gedacht gewesen.

Ähnliche Größenordnung

„Bei 4000 Leuten ist immer mit Vorkommnissen zu rechnen“, ordnet Holger Bienert die polizeiliche Festival-Bilanz ein. Beim letzten WmG 2019 sei die Zahl der Verstöße übrigens in einer ähnlichen Größenordnung gelegen. Bei ihrer Lagebeurteilung beziehe die Polizei jedoch nicht nur die Erfahrungen aus den Vorjahren ein, sondern auch die bei ähnlichen Veranstaltungen an anderen Orten. Holger Bienert teilt die Einschätzung der Veranstalter, dass die Zusammenarbeit zwischen Ausrichtern von „Wasser mit Geschmack“ und Ordnungsbehörden im Vorfeld“gut und konstruktiv“ gewesen sei. ⋌Wolfgang Fischer

Ganz in der Nähe lief ein Rock-Pop-Event völlig anders ab: Die Veranstalter des Alb-Festivals in Böhmenkirch sagten am Samstagvormittag den für diesen Tag geplanten zweiten Teil des Festivals ab. Grund: mangelhafter Ticket-Verkauf.

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