Wo sind die Scheuelberg-Ziegen?

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Ziegen und Schafe sollen die Heide am Scheuelberg erhalten.
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Ziel ist die Erhaltung der Heide: Ralf Worm vom Landschaftserhaltungsverband erläutert die Herangehensweisen.

Heubach. Wer am Scheuelberg spazieren geht, dem sind vielleicht schon die Weidezäune aufgefallen. Und dass es jenseits des Zaunes recht ruhig zugeht. Keine Ziegen, keine Schafe. Wollte hier nicht der Landschaftserhaltungsverband des Ostalbkreises (LEV) mit solchen Tieren dafür sorgen, dass der Wald lichter wird und die Heide erhalten bleibt? Ähnlich wie das etwa beim Jägerhaus an der Bartholomäer Steige seit einigen Jahren praktiziert wird?

Ralf Worm, LEV-Geschäftsführer, gibt Auskunft. Das Gelände am Scheuelberg sei keine städtische Fläche, sondern gehöre der Realgenossenschaft Beuren. Es bestehe zur Hälfte aus Heide und zur Hälfte aus Wald, der früher auch mal Heide war. Hier soll laut Worm zunächst zwei Mal im Jahr die reguläre Beweidung stattfinden und zwar durch Schafe und Ziegen der Schäferei Kirschbaum. Durch den Zaun könnten die Schafe besser und länger auf der Fläche gehalten werden. "Das ergibt dann ein gründlicheres Weideresultat", so Worm. Möglicherweise ergebe sich im Laufe der Zeit, dass man einen "erhöhten Druck" durch die Ziegen brauche, um die Heide aufzulichten und damit zu erhaltenen. "Dann müssten wir nochmal eine Vereinbarung mit dem Eigentümer treffen", erläutert Worm. Nachderzeitigem Stand sollen die Tiere am Scheuelberg in diesem Jahr etwas früher rein, wohl schon ab April. Da sei aber noch mit dem Schäfer und dem Eigentümer zu klären.

Die Vorgehensweise am Scheuelberg sei also die: zunächst eher weniger beweiden, nach ein, zwei Jahren schauen, ob das Ergebnis passt und im Zweifel "den Weidedruck etwas erhöhen", so Worm. Etwa indem die Tiere länger in der Umzäunung gehalten werden. 

Am Jägerhaus an der Bartholomäer Steige sei man genau den anderen Weg gegangen. "Hier haben wir von Anfang an ordentlich Gas gegeben, um das dann schrittweise etwas zurückzufahren", meint Worm. Hier habe die Beweidung mit den Ziegen schon nach zwei Jahren einen relativ großen Erfolg gezeigt, weil die Tiere alles Fressbare in ihrer Reichweite auch gefressen hatten. Deswegen setze Ziegenhalter Max Zipser vom Möhnhof die Tiere aktuell an anderen Stellen ein. So könne sich das Areal am Jägerhaus wieder bewachsen, erläutert Worm. Im vergangenen Jahr seien die Ziegen hier bis zum Spätsommer gar nicht drinnen gewesen. "Wir müssen eben immer schauen, was verträgt der Standort, wie ist das Weideresultat optimal und wie kriegen wir eine schleichende Entbuschung hin", sagt Ralf Worm.

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