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Wo steht Heubach in zehn Jahren?

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Von: David Wagner

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Foto: Jan-Philipp Strobel
Foto: Jan-Philipp Strobel © Jan-Philipp Strobel

Rund 60 junge Menschen aus den Heubacher Schulen formulieren bei einem Workshop in der Stadthalle ihre Ideen und Wünsche. Was dabei heraus kam.

Heubach

Welche Angebote für Jugendliche gibt's in Heubach? Welche Wünsche und Ideen haben die jungen Menschen? Darum ging's bei einem Workshop am Dienstag in der Stadthalle. Im Vorfeld der für diesen Herbst geplanten Wahlen zum „Jugendparlament“ hatte die Stadtverwaltung eingeladen. Offizieller Titel der Veranstaltung: „Zukunftsszenario 2033, Du – deine Visionen & Träume, um Dich geht’s hier! – Wie stellst Du dir Heubach in 10 Jahren vor?“ Moderiert und organisiert von der Agentur „Wertansich(t)“ aus Schwäbisch Gmünd, unterstützt durch Sara Badawyia und Manuel Huber vom Jugendbüro.

Mehr als vier Stunden sammelten die rund 60 Teilnehmenden aus den verschiedenen Heubacher Schulen in Kleingruppen ihre Ideen und notierten alle auf großen Plakaten. Kurz vor 12 Uhr hieß es dann: Präsentation. Zuvor betonte Moderator Vatan Ukaj von „Wertansich(t)“, man wolle die einzelnen Ideen nicht zerpflücken, sondern alle als Impulse mitnehmen.

Mobilität: Das Thema Mobilität sprachen die Jugendlichen mehrfach an. Ob man nicht einen Bahnhof in Heubach bauen könnte? Oder E-Roller anbieten? Oder zumindest die ausbaufähigen Busverbindungen nach Aalen oder Gmünd, aber auch nach Mögglingen, Bartholomä oder Lautern, verbessern?

Freizeit: Mehr Treffpunkte für Jugendliche, wo diese ungestört unter sich sein könnten, wurden angeregt. Überdachte Sitzmöglichkeiten, gerne mit öffentlichem WLAN, Netzempfang und Steckdosen, wären etwa am Skaterplatz in der Mögglinger Straße oder auch beim Pumptrack in der Stellung wünschenswert. Hinsichtlich des „an sich guten“ Jugendtreffs „High Five“ an der Stadthalle, hätten die jungen Menschen gerne längere Öffnungszeiten und Sitzmöglichkeiten für draußen. Ein neuer Fußballplatz, den alle Jugendlichen nutzen könnten, war ebenfalls ein mehrfach geäußerter Wunsch, genauso ein Snack- und Getränkeautomat oder mehr öffentliche Toiletten in der Stadt.

Umwelt: Gedanken machten sich die jungen Leute auch über die Umwelt, forderten mehr gemeinsame Putzaktionen mit allen Einwohnern der Stadt und mehr Mülleimer, aber auch, dass Wiesen nicht bebaut würden, um Insekten zu schützen. Auch ein Erdbeerfeld sei denkbar, so die Jugendlichen.

Die Bilanz: Bürgermeister Dr. Joy Alemazung meinte zum Abschluss, er sei sehr froh und glücklich über das Engagement der Jugendlichen und lobte die „sehr lebendigen Diskussionen“. Bei den Ideen und Wünschen der Jugendlichen hätte es auch einige Wiederholungen gegeben. „Aus der Soziologie weiß man, dass die Ergebnisse dann zuverlässig sind“, betonte Alemazung. Es gebe einiges, was sich ohne größere Probleme umsetzen lasse. Etwa einen Kinoabend oder eine Party für Jugendliche im Freibad. Bei anderen Vorschlägen, etwa einer Art „Kreativzentrum“ für Kunstinteressierte, frage sich der Bürgermeister, ob die Jugendlichen „seine Gedanken lesen können“, schließlich sei es hier schon mit Künstlern im Gespräch.

Das „Jugendparlament“: Der Gemeinderat hatte Anfang März mehrheitlich beschlossen, ein Jugendparlament einzurichten. Wie Alemazung auf Nachfrage der Jugendlichen erläuterte, sollen die Wahlen dazu im Herbst stattfinden. Derzeit geplant sei, 18 Jugendgemeinderäte zu wählen. Die Wahlen sollen in den Schulen über die Bühne gehen, also beispielsweise wählten die Realschüler ihren Realschul-Vertreter. Auch Schüler, die nicht in Heubach wohnen, aber hier zur Schule gehen, sollen berücksichtigt werden, so Alemazung. Auch eine Kandidatenvorstellung soll es in den Schulen geben.

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