Die Nachfrage nach Bauland in Heuchlingen ist groß

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lIm Heuchlinger Baugebiet Lindenbrunnen laufen die Tiefbauarbeiten. Die Bauherren können voraussichtlich im Juni 2022 loslegen.
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Was die Gemeinde Heuchlingen derzeit unternimmt, um neues Bauland zu schaffen und wer dort bauen darf. Ein Blick zum Baugebiet „Lindenbrunnen“.

Heuchlingen

Bauland ist knapp, auch die Gemeinde Heuchlingen verfügt derzeit über keine zeitnah bebaubare Wohnbauplätze im kommunalen Eigentum. „Die Nachfrage nach Bauland ist auch in Heuchlingen groß“, erklärt Bürgermeister Pater Lang.

Heuchlingen hat daher das neue Baugebiet „Lindenbrunnen“ auf den Weg gebracht. In dem neuen Baugebiet beabsichtigt die Gemeinde insgesamt 37 neue Wohnbauplätze zu errichten. Mit der Erschließung des ersten Bauabschnitts wird derzeit für die ersten Bauwilligen das Neubaugebiet vorbereitet, der zweite Bauabschnitt soll bis ins Jahr 2025 erschlossen werden. 20 Wohnbauplätze stehen nun für Einzel- oder Doppelhäuser für einen Baupreis für 170 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung.

50 Bewerbungen

Die Vergabe der Bauplätze ist an volljährige einheimische und auswärtige Interessenten möglich, Voraussetzung ist, dass innerhalb von drei Jahren nach der Baufreigabe ein selbstgenutztes Wohngebäude entsteht. Am 19. September endete die Bewerbungsfrist für Bauwillige die sich für einen Bauplatz in schöner Höhenlage am südlichen Ortsrand von Heuchlingen interessieren. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist kann sich Bürgermeister Pater Lang über 50 Bewerbungen freuen.

Um eine möglichst gerechte und objektive Behandlung aller Bauplatzinteressierten zu gewährleisten, wurden von Verwaltung und Gemeinderat mittels „Punktesystem“ die Vergabekriterien festgelegt, dabei hat die Gemeinde die kommunalen Entwicklungsziele genauso im Blick wie eine möglichst neutrale Bauplatzvergabe, „eine gute Mischung für Heuchlingen“, fasst es Bürgermeister Lang zusammen. Jetzt ist die Gemeinde damit beschäftigt, die eingegangenen Bewerbungen anhand der beschlossenen Bauplatzvergabekriterien auszuwerten.

Tiefbau gestartet

Anhand der erreichten Punktzahl werden die Bewerber in einer Reihenfolge geordnet und entsprechend informiert. Ein „Wahlrecht“ für einen Bauplatz geht einher mit den errechneten Punktezahlen. Während die Gemeinde mit dem Bewerbungsverfahren beschäftigt ist, wurde im „Lindenbrunnen“ bereits mit den Tiefbauarbeiten begonnen.

Fertig wohl im Juni 2022

Seit August ist die Firma Georg Eichele dabei die Kanalarbeiten auszuführen und „liegen gut im Zeitplan“, die Kanäle sind verlegt, jetzt steht der Leitungsbau mit Wasser- und Stromleitungen auf dem Plan.

Die Anbindung an schnelles Internet ist für alle Wohnbauplätze vorgesehen, auf Gasleitungen verzichtet die Gemeinde, da sich die meisten Häuslesbauer für moderne Wärmepumpen oder andere alternative Energieversorgungen entscheiden, die Umlage für Gasanschlüsse auf alle neuen Haushalte sieht der Bürgermeister als nicht „fair“ an. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Baugebiet Lindenbrunnen im Juni 2022 für die Bauherrschaften freigegeben werden.

Parallel dazu errichtet die Gemeinde ab April 2022 einen Reservetrinkwasserspeicher am nordöstlichen Teil des Baugebiets „Gehren“. Die Bauzeit wurde hierfür auf drei Monate getaktet, somit kann der Reservetrinkwasserspeicher zeitgleich mit den Erschließungsarbeiten im „Lindenbrunnen“ fertiggestellt werden und die Trinkwasserversorgung in Druck und Menge und nicht zuletzt die Löschwasserversorgung sicherzustellen.

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