Leintalaue lockt mit Grünoase

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Die neue Heuchlinger Ortsmitte mit Kindergarten, Sporthalle, Schule und neu gestaltetem Spielplatz. Außerdem gibt es Sitzstufen an der Lein und neue Beleuchtung, auch die Wege wurden modernisiert.
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Neue Wege, Spielgeräte und viele Möglichkeiten zur Erholung gibt’s jetzt auf dem Gelände zwischen Gemeindehalle, Sportplatz und Lein in Heuchlingen.

Heuchlingen

Fleißige Handwerker und Landschaftsbauer, ein Zuschuss des EU-Leaderprogramms, eine ausgefeilte Planung und spendable Gemeinderäte rund um Bürgermeister Peter Lang haben es ermöglicht. Jetzt lockt die Neugestaltung an der Leintalaue alle Generationen zum Verweilen, Spazierengehen und Spielen ein. Der TÜV hat alle Spielgeräte abgenommen, jetzt kann das Kletter-Kombigerät in Form eines Schiffs vom Nachwuchs geentert und erobert werden. Nach Herzenslust kann zudem gewippt und geschaukelt werden. Oder die Bäckerei im Sandkasten eröffnet werden. Auch an die Jüngsten ist gedacht, auf sie wartet ein kleinkindgerechtes Multifunktional-Spielgerät. Der Bauzaun gehört der Vergangenheit an. Doch dieser neue Spielplatz ist nur einer der vielen Mosaiksteine, die das ganze Gelände zu einem Gebiet mit hoher Aufenthaltsqualität macht. Denn seit vergangenem Herbst hat sich viel getan. Rund 260 000 Euro investiert die Gemeinde in die Neugestaltung des Geländes, das für alle Generationen hohe Freizeitqualität bietet. Zum einen kann man gemütlich auf neuen Wegen einen Rundgang unternehmen, zum anderen sich sportlich beim Beachvolleyball betätigen oder auf den neuen Steinblöcken Platz nehmen und die Landschaft genießen. Unter der Federführung von Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera lockt nun die ganze Fläche zum Aufenthalt.

Alle Generationen profitieren

Auch kümmerten sich die Bauarbeiter um die Infrastruktur, optimierten die Abwasserleitung, wovon nicht nur das Wegfest im Sommer profitiert. Auch die Beleuchtung wurde ergänzt, es gesellten sich zwei neue Leuchten hinzu. „Dann ist wirklich alles ausgeleuchtet“, sagt Lang. Mit neuem Pflasterbelag und Rabatten präsentieren sich die Wege. Die einst ehrenamtlich von Pädagoge Erich Baierl mit seinen Schülerinnen und Schülern angelegte Mosaikflächen zum Jakobsweg wurden in die neue Pflasterung integriert. Die Firma Goldau aus Nördlingen war für diese Arbeiten zuständig. „Die Mitarbeiter haben wirklich ganze Arbeit geleistet und Gas gegeben“, lobt Lang.

Basierend auf den Ideengeber der Umgestaltung, Walter Doll, nutzte die Gemeinde die Chance der Umgestaltung, in dem sie sich beim Leader-Zuschussprogramm der Europäischen Union bewarb. Und den Zuschlag erhielt. Schließlich wird hier ein Bereich neu geschaffen, von dem alle Generationen profitieren werden. Ganz im Sinne des Zuschusserfinders. Außerdem wird die Dorfgemeinschaft gestärkt. Wobei in Heuchlingen ohnehin eng zusammengehalten wird, wie sich immer wieder zeigt.

Viele Fördermittel

Zuschussanträge und Planung oblagen der Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera aus Heubach. Viele Formulare gab es da auszufüllen. Ihr Konzept überzeugte. So fließen 102 480 Euro nach Heuchlingen. Den verbleibenden Eigenanteil schultert die Gemeinde gern. „Der Bereich ist ein Juwel für die ganze Bürgerschaft“, meint Lang. Sein persönlicher Favorit für den Nachwuchs ist das große Spielgerät in Form eines Piratenschiffs. „Das passt bestens zur benachbarten Lein“, erklärt er. Auch der kleine, separate Spielbereich an der Lein ist für ihn eine absolute Aufwertung. Gut zudem ist, dass der Park durch die Kinder mit ausgestaltet wird. In kleinen Schaukästen entlang des Fußwegs an der Lein wird es wechselnde Ausstellungen der Sprösslinge geben. Etwa mit Bildern oder Erläuterungen. Die benachbarte Grundschule und der Kindergarten haben ihr Mitmachen signalisiert. So lohnt sich der Gang durch die neugestaltete Anlage zu jeder Jahreszeit. Aber jetzt kommt erst einmal der Sommer und Freiluftaktivitäten aller Couleur steht in der Leintalaue nun nichts mehr im Weg.

Sobald Corona es wieder zulässt, kann auch das traditionelle „Wegfest“ ausgerichtet werden, bei dem sich alle Generationen auf dem Gelände tummeln. Und der „Lei hieba – Lei drieba“-Wettbewerb nicht nur die Sportlichkeit, sondern auch die Lachmuskeln der Teams fordert.

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