Hilfe für Laderas in Peru während der Pandemie

  • Weitere
    schließen

Mit welchen Problemen die Aktiven vor Ort zu kämpfen haben und welche Hilfe sie benötigen.

Heubach. Seit 25 Jahren unterstützt die Peru-Gruppe Heubach im Dorf Laderas am Rand von Lima bedürftige Menschen mit Essen, Kinderbetreuung, medizinischer Hilfe, Therapien und Hilfe zur Selbsthilfe durch die Kartenwerkstatt. Wie es zu Zeiten von Corona den Menschen vor Ort ergeht und welche Hilfen benötigt werden, berichtet Rosa Romero, die in Laderas die Koordination der Hilfsprojekte steuert.

„In unserer Volksküche werden von freiwilligen Mitarbeiterinnen montags bis samstags täglich etwa 300 warme Mahlzeiten gekocht. Da sich wegen der Ansteckungsgefahr nicht so viele Menschen an einem Ort versammeln dürfen, stehen die Menschen beim Essen holen oft in einer langen Warteschlange an. Familien, die nicht die Möglichkeit haben, in der Volksküche eine warme Mahlzeit abzuholen, werden mit Lebensmitteltüten versorgt, damit sie sich zuhause eine Mahlzeit zubereiten können. In der Vorschule haben die Kinder das ganz Jahr über nur online gelernt, sie bekommen die Aufgaben, online sofern ihre Eltern ein Handy besitzen. Ist dies nicht der Fall, bringen die Betreuerinnen die Aufgaben nach Hause, damit die Kinder sie zusammen mit ihren Eltern erledigen können. In manchen Fällen mussten aber die Betreuerinnen den Kindern auch zuhause helfen, selbst wenn sie dabei riskierten, angesteckt zu werden. Da in Peru in naher Zukunft sicherlich noch keine Impfungen durchgeführt werden, wird der Unterricht auch 2021 weiterhin auf diesem Wege stattfinden, denn es ist wichtig, dass die Kinder nicht mit dem Lernen aufhören.

Betreut werden etwa 140 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren. Die noch kleineren Kinder die normalerweise in der Kinderkrippe betreut werden, sind momentan zuhause, einzelne erhalten von den Betreuerinnen jedoch kindliche Frühförderung. Auch bei den behinderten Kindern müssen die Therapien zeitweise ausgesetzt werden, die Familien erhalten jedoch Hilfspakete mit Lebensmitteln und Medikamenten oder Windeln, die sie dringend benötigen. Mit Unterstützung der Peru-Gruppe Heubach konnten seit Beginn der Pandemie über 3000 Familien mit Hilfspaketen mit dem Notwendigsten zum Leben versorgt werden. Da es vielen Menschen aufgrund der Ausgangssperren nicht möglich ist, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, sind sie auf diese Hilfen umso mehr angewiesen. Die Mitarbeiter und Helfer im Schutzhaus arbeiten ständig daran, so vielen Familien wie möglich zu helfen. Auch für mit Covid infizierte Familien werden Medikamente und Lebensmittel organisiert. Für die Hilfe unserer Freunde aus Heubach sind wir sehr dankbar.“

Spendenkonto: KSK Ostalb, IBAN: DE6861 4500 5008 0000 1508 oder helfen Sie durch den Kauf der kunsthandwerklich gefertigten Karten auf www.kartenwerkstatt-peru.org.

Zurück zur Übersicht: Rosenstein

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL