Hornissen: Mit Steinen Nest in Mögglingen zerstört

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Hornissennest im Mögglinger Aussichtsturm zerstört.
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Unbekannte zertrümmern ein Hornissennest im Mögglingen Aussichtsturm am „Grubenholz“.

Mögglingen. „Achtung“, heißt es auf dem Schild am Aussichtsturm im „Grubenholz“, am Waldrand zwischen Mögglingen und Heuchlingen in der Nähe des Limeswanderparkplatzes. Der Turm sei derzeit wegen eines „Hornissenbefalls“ gesperrt. Man bitte doch freundlich „um Beachtung und Verständnis“.

Mit Letzterem scheint es bei einigen nicht weit her gewesen zu sein. Christoff Lucke, der Wegewarte der Mögglinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, meldet, dass Unbekannte wohl am Mittwoch um die Mittagszeit das Hornissennest mit Steinen beworfen und damit zerstört hätten. Auch Christoff Lucke hatte es schade gefunden, dass der Turm ausgerechnet zum Deutschen Wandertag Anfang August nicht zugänglich gewesen war. Das aber sei „ein ganz trauriger Anblick“.

Nur mit Genehmigung

Die Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten, schreibt der Naturschutzbund Nabu auf seiner Internetseite. Sie dürfe nicht getötet und ihr Nest dürfe nicht zerstört werden. „Die Beseitigung eines an kritischer Stelle befindlichen Nestes ist nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden möglich“, so der Nabu. „Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, sucht sie sich häufig eine Ersatzhöhle im menschlichen Siedlungsbereich.“ Für den gesunden Menschen stelle ein Hornissenstich übrigens keine besondere Gefahr dar. Hornissengift sei nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift. Wie andere Insektenstiche auch, könnten in seltenen Ausnahmefällen Hornissenstiche allergische Reaktionen auslösen. 

Hornissennest im Mögglinger Aussichtsturm zerstört.
Hornissennest im Mögglinger Aussichtsturm zerstört.
Hornissennest im Mögglinger Aussichtsturm zerstört.
Hornissennest im Mögglinger Aussichtsturm zerstört.
Da war das Nest im Turmdach noch intakt. Foto: privat

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