Internet: Zwei Drittel aller Haushalte in Lautern sind unterversorgt

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Rund zwei Drittel aller etwa 450 Haushalte, nämlich 311, sind bezüglich der Infrastruktur fürs Internet unterversorgt.
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Markterkundungsverfahren in Lautern zur Breitbandversorgung thematisiert. Wie es jetzt weitergeht.

Heubach-Lautern.  Das Markterkundungsverfahren für Breitbandausbau in Lautern hat das ergeben, was die Lauterner Einwohnerschaft längst weiß: Rund zwei Drittel aller etwa 450 Haushalte, nämlich 311, sind bezüglich der Infrastruktur fürs Internet unterversorgt. Sprich, die Leistung ist unter 30 Mbit. Die Vorstellung des Erkundungsverfahrens durch Nathalie Hess von Geo Data war in der Ortschaftsratssitzung Thema Nummer eins. „Vor allem im historischen Ortskern und in Teilen des Baugebiets 'Bürglesbühl' sind wir unterversorgt“, beschreibt Ortsvorsteher Bernhard Deininger. Hingegen im Baugebiet „Streng“ im Osten und entlang der Heubacher Straße ist die Versorgung besser. „Uns ist aber neben dem Ort selbst auch die Versorgung mit Breitband bis zum Haus hin auch für Außengehöfte wichtig. Etwa der Baumschulen, Ölmühle und landwirtschaftlichen Anwesen“, betont Deininger. „Alle sollen möglichst das schnelle Internet bekommen“, unterstrich er.

Das Markterkundungsverfahren, durchgeführt von der Firma GeoData aus Westhausen, hat nun Konsequenzen. Denn „seit Jahren wird in Lautern schnelles Internet dringend gefordert“, schildert der Ortsvorsteher. Und macht deutlich, dass man nun „ganz arg froh ist, dass die Breitbandversorgung durch Teilnahme am Weiße-Flecken-Programm erheblich verbessert werden kann“. Denn in diesem Programm beteiligen sich der Bund zu 50 Prozent und das Land zu 40 Prozent an den Kosten, die im Rahmen des Breitbandausbaus anfallen. Und zwar in den Bereichen, in denen die Versorgung unter 30 Mbit ist. „Wir dürfen also hoffen“, wünscht nun der Ortsvorsteher mit seinen Ortschaftsräten einhellig, dass die Stadtverwaltung Heubach einen Zuschussantrag für Aufnahme ins Weiße-Flecken-Programm stellt. Wohlwissend, dass die Verwaltung dahintersteht, wie Deininger hinzufügt.

Die Kosten für den Breitbandausbau in Lautern und Beuren, was zusammen betrachtet werden muss, „sind erheblich“, verweist Deininger auf den Eigenanteil für die Stadt. Denn diese zehn Prozent, sofern der 90-Prozent-Zuschuss fließen wird, betragen rund 620 000 Euro. Zumal die Grobkostenschätzung für die Gesamtmaßnahme bei einer Höhe von 4,2 Millionen Euro liegt. „Das ist viel Geld“, macht er klar.

Bagger rollen wohl 2025

Einig sind sich die Ortschaftsräte aber, dass man „diese einmalige Zuschuss-Chance zwingend nutzen muss“. Laut Deininger ist es „höchste Zeit, wir dürfen nicht hinterherhinken.“ Er wisse, dass sowohl der Ortschaftsrat als auch die Verwaltung „fest“ hinter diesem Ansinnen steht.

Der Zeitplan für die Umsetzung zeigt, dass noch einige Zeit ins Land gehen wird. Zuerst muss der Zuschuss beantragt werden. Wenn er positiv beschieden wird, muss die Planung erfolgen. Dann die Ausschreibung. „Es wird, wenn alles gut geht, 2024 oder 2025, bis die Bagger anrollen“, rechnet Deininger vor.

„Aber wir müssen die Chance auf Zuschuss nun wirklich nutzen“, manifestiert er. Denn Breitbandversorgung sei mittlerweile ein sehr wichtiger Standortfaktor. 

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