Kommentar:

Kein klarer Favorit in Heubach

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David Wagner

David Wagner zu den Heubacher Kandidaten.

Es wird spannend. Wenn die Bürgerinnen und Bürger Heubachs am Sonntag, 17. Oktober, ihren neuen Bürgermeister wählen, ist der Ausgang völlig offen. Denn ein echter Favorit ist bislang nicht auszumachen. Immerhin ist die Auswahl mit sieben Bewerbern groß. Danach sah es zunächst nicht aus. Erst gab es keinen, dann eine Weile nur einen einzigen, anonymen Kandidaten.

Da konnte man schon nervös werden. Denn nur ein einziger Kandidat wäre aus drei Gründen verheerend gewesen. Zum einen braucht Demokratie den Wettstreit und Auswahlmöglichkeiten. Zudem hat Amtsinhaber Frederick Brütting ordentlich was abgeliefert. Zwar ist eine Stadt nie fertig, aber es wäre ihm zu wünschen, er könnte den Rathausschlüssel ruhigen Gewissens abgeben. Nicht zuletzt verdienen die Bürgerinnen und Bürger einen ernst zu nehmenden, kompetenten Kandidaten.

Oft sind ja die vermeintlichen Profis mit klassischer Verwaltungsausbildung, die am Ende auf den Chefsesseln landen. Einen solchen Kandidaten gibt es in Heubach nicht. Leider auch keine einzige Frau. Dafür aber jede Menge interessanter Quereinsteiger. Dr. Joy A. Alemazung wird von der Ostalb-CDU unterstützt. Ob ihm das letztlich nützt? Helmut Dannecker und Jörg Pfisterer tingeln schon munter bei den Vereinen und auf Veranstaltungen vorbei und machen so manche Versprechungen. Für alle anderen geht der Wahlkampf jetzt erst richtig los. Für sie alle zählt vor allem die direkte Begegnung mit den Wählern, um sie zu überzeugen. Schwierig genug, in Corona-Abstands-Zeiten. Schwierig auch, den Wählern zu vermitteln, dass sie genügend Format haben, um Brüttings Fußstapfen auszufüllen. Aber auch der Amtsinhaber startete nicht als der souveräne Verwaltungschef, als der er sich nun nach Aalen verabschiedet.

Der neue Bürgermeister muss dafür sorgen, dass Heubach eine hervorragende Bildungsstadt bleibt, den Handel stärken und Leerstände bekämpfen, sich um Straßen und Plätze, Sporthallen und Bäder kümmern und dabei den Schuldenstand möglichst niedrig halten. Aufgaben gibt es genug. Die Kandidaten müssen jetzt zeigen, warum die Heubacher sie wählen sollen.

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