Kirchliches Dreieck mitten in Essingen

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Pfarrer Dr. Torsten Krannich steht vor dem alten Kindergarten in Essingen. Dort wird das Gemeindehaus neu gebaut.

Für fast zwei Millionen Euro baut die evangelische Kirchengemeinde ein neues Gemeindehaus.

Essingen. Bei leichtem Schneefall steht Pfarrer Dr. Torsten Krannich im Garten hinter dem Pfarrhaus und deutet mit seinen Händen an, wo das neue evangelische Gemeindehaus gebaut werden soll. Was dem Pfarrer besonders gefällt: das Dreieck aus neuem Gemeindehaus, dem Pfarrhaus und der Kirche. Denn der neue Treffpunkt der Gläubigen wächst in der Rathausgasse 21 empor. Aktuell befindet sich dort das Gebäude des ehemaligen Kindergartens. Eigentlich hätte dieser im Februar abgerissen werden sollen, so die ursprüngliche Idee. Doch die Kirchengemeinde hinkt dem Zeitplan, den sie im Sommer 2020 aufgestellt haben, hinterher. Probleme habe es mit dem Oberkirchenrat in Stuttgart gegeben, wie Krannich sagt. Erst Ende März habe dieser die Genehmigung für die Baupläne erteilt. „Kommende Woche gebe ich dem Baurechtsamt und der Gemeinde Bescheid“, sagt der Pfarrer. Dann können die Arbeiten starten.

Auf dem Areal entsteht ein Gemeindehaus mit Foyer, Gruppenräumen und großem Saal. Drumherum gibt's Parkplätze, einen Jugendgarten und einen kleinen Park zwischen neuem und altem Gemeindehaus. Über den Saal werde ein Satteldach gebaut. „Wir mischen historische Baustrukturen mit einem modernen Bau“, erklärt der Pfarrer. Er hofft, dass auf dem Areal eine bürgerliche Mitte entsteht. Denn die Gemeindeverwaltung Essingen will das bestehende Gemeindehaus nebenan kaufen. Dies könnte ein möglicher Standort für die Musikschule werden. Endgültig entschieden hat der Gemeinderat darüber noch nicht.

Nach den Sommerferien werde das Haus in der Rathausgasse 21 abgerissen. Die Einweihungsfeier soll nach jetziger Planung nach Ostern 2023 steigen. Damit der Zeitplan eingehalten wird, werkeln Mitglieder des Posaunenchors im ehemaligen Kindergarten und entkernen diesen oder bauen Zäune auf dem Areal ab. „So sparen wir Geld.“ Denn das Projekt soll maximal zwei Millionen Euro kosten. maro

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