Das Dorf blüht − mit Muskelkraft und grünem Daumen

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Ehrenamtliche aus Lautern kümmern sich am Freitag und Samstag wieder um öffentliche Floristik.

Heubach-Lautern. Es ist nichts Neues, dass die Bewohner von Lautern zusammenhalten und gemeinsam vieles bewegen. Jetzt kümmern sie sich darum, dass das Dorf unterm Rosenstein im wahrsten Sinne des Wortes aufblüht. Am Freitag, 11, Juni, trifft sich eine kleine, starke Truppe um Ortsvorsteher und Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, Bernhard Deininger, um öffentliche Beete aufzuhacken und vorzubereiten. Am Samstag, 12. Juni, dann, wird es auf dem Dorfplatz um 9 Uhr die nötige Floristik geben.

Die entsprechende Liste für die jeweilige Bepflanzung entlang der Rosensteinstraße, am Dorfplatz etwa, oder auch in die Blumenkästen am Bach im Herzen von Lautern wurde erneut ehrenamtlich von Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera erstellt.

„Das ist einfach eine tolle Sache“, freut sich Deininger darüber, dass alle Jahre wieder ehrenamtlich die Ärmel hochgekrempelt werden und die grünen Daumen, derer es im Gärtnerdorf zuhauf gibt, zum Einsatz kommen.

Nachdem auf dem Friedhof eine Hainbuchenhecke gepflanzt worden war, kann nun das Beet davor ebenfalls mit Blumen verschönert werden, wie der Vereinsvorsitzende und Ortsvorsteher beschreibt. Übrigens, die ehrenamtlichen Gärtner kümmern sich seit langer Zeit über die ganze Pflanzsaison um die Blühpflanzen im Dorf. Was bedeutet, dass es im Sommer auch einen täglichen Einsatz fürs Gießen gibt. Und auch der Einsatz auf dem Friedhof hat Kontinuität.

Ein gemeinsames Ziel

Einige der Kräfte entstammen dem Heimat- und Geschichtsverein, andere Bürgerinnen und Bürger kommen einfach so dazu und helfen mit. Alle haben schließlich dasselbe Ziel: Lautern mit farbenfroher Floristik darzustellen. „Das Ortsbild verschönen“, bringt es Bernhard Deininger auf den Punkt.

Beim Verein gehe es eben nicht nur um die Organisation des Historischen Marktes, der stets tausende Besucher ins Gärtnerdorf zieht. Sondern eben auch darum, dass man sich rundum wohlfühlt in Lautern. Und da gehört eine schöne Optik nun einmal dazu. Klar, räumt der Ortsvorsteher ein, gehe es in diesem Jahr auch darum, wieder besonders ansprechende Pflanzen einzusetzen. Schließlich nehme Lautern erneut am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Aber auch die übrigen Jahre sei man stets bemüht und bringe sich ein, dass es an allen Ecken grünt und blüht, betont er.

Die Stadt Heubach hat einen Posten im Etat, der Mittel für die Blumenpflanzen zur Verfügung stellt. Doch der Muskeleinsatz wird ehrenamtlich erbracht. Egal, ob es nun ums Einpflanzen, Unkraut jäten, Beete vorbereiten oder ums Gießen geht. „Es ist eine tolle Gemeinschaft“, schwärmt Bernhard Deininger. „Und auch das ist eine wichtige Aufgabe in Sachen Brauchtumspflege.“

Wer also Lust hat, mitzumachen, sollte sich am Samstag um neun Uhr auf dem Dorfplatz einfinden. Dann gibt’s die Pflanzen, die in die Beete und Kübel eingesetzt werden, die am Abend zuvor bereits von starken Armen mit Spaten und Hacken vorbereitet wurden. „Dann wird gemeinsam besprochen, wo was hinkommt“, kündigt Bernhard Deininger an. Anja Jantschik

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