Das große Gackern in der Ölmühle

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30 verschiedene Hühnerrassen in Lautern
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Wie in der Lauterner Ölmühle eine nationenübergreifende, friedliche Koexistenz funktioniert und welchen Zweck die „Herren“ haben. Ein Besuch bei Susi Mücke und Manuel Sorg.

Heubach-Lautern

Die Ölmühle bei Lautern ist die Heimat von Susi Mücke, Ehemann Manuel Sorg, 35 Hühnern, elf Katzen und drei Hunden. Susi Mücke outete sich als „absoluter Tierfreund“. Mit ihrer Leidenschaft zum Federvieh sorgen Mücke-Sorg regelmäßig bei Spaziergängern für Entzücken „viele bleiben stehen und freuen sich an unseren Hühnern“, lacht das Paar.

Hühnerhaltung in dem Umfang ohne kommerziellen Hintergedanke ist nicht alltäglich, der Grundgedanke zur Hühnerhaltung war schlicht „wir wollten glückliche Frühstückseier“.

Jeweils anderer Charme

Mit fünf Hühnern begann das „große Gackern“ in der Ölmühle, anfangs konnte die überschaubare Anzahl noch in einem geräumigen, ausgedienten Hundezwinger bewältigt werden, aber es ist wie es ist, es gibt unzählige verschiedene Hühnerrasse, jedes Federvieh sieht dabei anders aus, jedes hat seinen Charakter und auch Charme. „Über die Jahre kamen immer mehr unterschiedliche Rassen dazu“.

Gut gesichert

Der „schöne Roland“ war der erste Gockel auf dem Hof „und ein richtiger Wachhahn“, bei drohender Gefahr warnte er stets mit lautem Krähen. Gefahr droht den Tieren von Susi Mücke und Manuel Sorg allerdings eher nicht.

Das große Hühnergehege ist perfekt gegen jede Art von Fressfeinden, zu Boden und zu Luft, abgesichert. Nächtliche Räuber haben keine Chance, eine elektronische Hühnerklappe öffnet den Weg in den Außenbereich und schließt automatisch bei Dunkelheit „die Tiere haben den Rhythmus drin“ grinst Manuel, die gefiederten Familienmitglieder gehen automatisch bei Dämmerung in den sicheren Stall.

Von den Weibern überfordert

Und wenn ein neues Huhn das abendliche Ritual noch nicht kennt? Dann sorgen die Hähne für Erziehung und Ordnung. Drei Hähne dürfen sich jetzt über 32 Damen freuen, die Hähne seien für die Eierproduktion nicht erforderlich, erklärt Susi, für die Ordnung im Hühnerstall sind sie allerdings wichtig, nachdem der „schöne Roland“ das Zeitliche gesegnet hat, konnte mit Emil ein neuer Gockel die Aufgabeübernehmen, „der war allerdings schnell von den vielen Weibern gestresst“, grinst Susi, mit Olaf und Björn, Geschwister aus der Rasse schwedische Blumenhähne“ erhielt Emil „Entlastung“.

Tiere aus acht Ländern

Im Gehege herrscht ein buntes Treiben, Hühner aus acht Ländern leben in trauter Eintracht, es gibt jede Menge liebevoll angelegte Überdachungen und viel Raum zum Scharren und Kratzen. Die Hühner von Susi und Manuel sollen keinesfalls eine „Legebatterie“ sein, Kuscheltiere sind sie auch nicht „aber einfach schön zum Anschauen“.

Ein Huhn namens Lady Meghan

Jetzt über den Winter verwöhnt die Hühnerschar ihre Besitzer nur mit wenigen Eiern, zum Legen benötigen sie rund 14 Stunden Tageslicht, eine künstliche Beleuchtung gibt es bei der Ölmühle nicht. Dafür eine angenehmes „Hühnerleben, „im Winterstehen sie spät auf und gehen am frühen Nachmittag wieder auf ihre Stangen.

Neben den schwedischen Blumenhähnen, aus liebevoller Zucht von Jürgen Hähnle, der die Küken in seinem Wohnzimmer aufzieht, finden sich russische „Nationalhühner“ gefleckte Orloffs, deutsche Lakenfelder, Italiener. Sussex-Hühner aus Großbritannien, Jersey Giant aus den Staaten, die Appenzeller Spitzhaube aus der Schweiz und französische Marans.

Besonders „markante“ Tiere haben von ihren Besitzern Namen erhalten, Lady Meghan ist, bezeichnenderweise, ein Sussexhuhn. Eine braune Italienerin hört auf den Namen Beatrix. Am glücklichsten sind die Tiere, wenn sie genügend Raum zum Kratzen und gutes Futter bekommen.

Die zeitliche Belastung bei den Hühnern sei überschaubar, im Schnitt wird eine Stunde benötigt, um Futter aufzufüllen, Wasserstellen zu säubern und aufzufüllen und den Stall zu misten.

Nicht vermittelbare Hunde

Mehr Arbeit machen die restlichen tierischen Mitbewohner, elf „Freigänger-Katzen“ haben mit Susi und Manuel neue „Dosenöffner“ gefunden, „alles Tiere aus dem Tierheim Dreherhof. Vom Dreherhof sind auch die Hunde Rocky und Sam „nicht vermittelbare Tiere“, Hunde wie Rocky und Sam würden in Tierheimen ein ewiges Dasein im Zwinger fristen, bei Susi und Manuel erhalten sie Streicheleinheiten und regelmäßige Spaziergängen.

Zeit und Kosten im Blick

Platz für noch mehr Tiere wäre in der Ölmühle theoretisch vorhanden. Susi sieht es allerdings realistisch, bei allen Überlegungen, ob man sich Tiere anschaffen möchte, sollte man im Vorfeld den zeitlichen und auch finanziellen Aufwand für Futterkosten und möglicherweiseanfallende Tierarztkosten mit berücksichtigen.

„Wir wollten glückliche Frühstückseier.“

Susi Mücke und Manuel Sorg, , Hühnerbesitzer
Susi Mücke und Manuel Sorg gehe es nicht um Profit, sondern um glückliche Frühstückseier“.
Im Schnitt wird eine Stunde benötigt, um Futter aufzufüllen, Wasserstellen zu säubern und aufzufüllen und den Stall zu misten.
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