Die Freude an der Musik war nie weg

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Voller Vorfreude: Die Mitglieder des Musikvereins Lautern in ihrem neuen Proberaum, dem Anna-Rohleder-Saal, in der sanierten Mehrzweckhalle.
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Wie die älteren und die ganz jungen Musikerinnen und Musiker aus Lautern durch die Pandemie gekommen sind und auf was sie sich nun besonders freuen. Ein Probenbesuch.

Heubach-Lautern

Und auch der Schlussakkord passt. Stefan Klotzbücher, Dirigent des Jugendorchesters des Musikvereins Lautern, schaut zufrieden. „Bis zum nächsten Mal“, sagt er und die jungen Musikerinnen und Musiker packen zusammen. Vor der Tür zum Anna-Rohleder-Saal in der Pfaffenberghalle stehen schon die Mitglieder des Aktiven Orchesters bereit. Endlich wieder Livemusik, endlich wieder Proben.

Alternative Auftritte

An den Beginn der Pandemie erinnern sich die Musikerinnen und Musiker noch ziemlich genau. Sie steckten mitten in intensiven Probearbeiten. 14 Tage vor dem Konzert kam der Lockdown. Dann war erstmal Schluss mit Livemusik - und auch mit Proben. Nach und nach entwickelten sich alternative Methoden. „Die Proben in der Tennishalle in Heubach, das war schon ein kurioses Bild“, meint Jugendleiterin Andrea Birringer. Wichtig sei gewesen, auch in dieser Zeit ein Ziel zu haben, auf das man sich vorbereitet, berichtet Dirigent Matthias Weller. Zum Beispiel auf musikalische Spaziergänge, Frühschoppen im Freien oder eine „Beschallung“ des ganzen Ortes in kleinen Gruppen von der hochgelegen Albvereinshütte aus. „So sind wir nie aus der Übung gekommen“, sagt Weller.

Auch die digitalen Kanäle haben die Lauterner probiert, auf Dauer habe das aber nicht wirklich gut geklappt. Die Starts nach den Lockdowns hätten überraschend gut funktioniert, wie der Dirigent berichtet. „Wir haben da recht schnell wider zusammengefunden.“ Gerade im vergangenen Jahr sei der Probenbesuch so gut wie nie gewesen. „Man spürt die Begeisterung und die Freude an der Musik“, freut sich Matthias Weller. Das bestätigt der Dirigent des Jugendorchesters, Stefan Klotzbücher. „Die größte Herausforderung war, wieder Struktur und Ordnung reinzubringen“, schiebt er lachend hinterher.

Mit ihrer Jugendarbeit können die Lauterner zufrieden sein. „Jeder Jungmusiker hat das ehrgeizige Ziel bei den Aktiven zu landen“, betont Klotzbücher. Den Grundstock dafür legt die Bläserklasse, die ab der dritten Klasse in der Grundschule startet. „Drei Viertel der Schüler in den Grundschulklassen spielt ein Instrument“, meint Andrea Birringer. Davon kämen bis zu zehn Kinder ins Jugendorchester, das jeden Dienstagabend von 18.30 bis 19.30 Uhr im Anna-Rohleder-Saal probt. Der Einzelunterricht erfolge in guter Zusammenarbeit mit der Musikschule Rosenstein, wie Georg Enssle, Vorstand Repräsentation, berichtet. Grundsätzlich gebe es kein Instrument, das in der Gesamtbesetzung fehlt. Man habe sogar sechs Euphonium-Spieler, was doch eher ungewöhnlich sei. „Beim Horn kommt eben beim ersten Mal nicht gleich ein Ton raus, da ist es schon schwieriger, dran zu bleiben“, erläutert Matthias Weller. Auch bei den Aktiven sehe es in allen Registern gut aus, lediglich zwei weitere Bässe wären sehr willkommen.

Konzert am Sonntag

Das Aktive Orchester mit über 70 Musikern freut sich auf ein Jahr mit vielen Terminen. Das nächste Konzert ist am 15. Mai. Thema „Musik von Hexen, Magiern und anderen Legenden“. Unter anderem gibt's ein Stück aus den „Harry-Potter“- Filmen zu hören. „Sauschwer“, meint Matthias Weller lachend.

Am 9. Juli umrahmen sie das Kinderfest in Heubach. Auch beim „Fest im Dorf“ am 16. und 17. Juli sowie beim „Historischen Markt“ im September sind die Musikerinnen und Musiker gefragt.

Und dann steht da noch ein ganz besonderes Projekt an: Gemeinsam mit dem Sportverein soll im November ein Musical aufgeführt werden.

291 Mitglieder hat der Musikverein

68 Musiker sind unter 18 Jahren

27 Musiker sind in der Jugendkapelle aktiv

Ein „zauberhaftes Konzert“ steht an

Der Musikverein Lautern lädt zum Frühjahrskonzert am Sonntag, 15. Mai, um 18 Uhr. Das Motto lautet „KlangZauber, Musik von Hexen, Magiern und anderen Legenden“. Los geht's um 18 Uhr in der Pfaffenberghalle in Lautern. Der Eintritt kostet 10 Euro, Schüler und Studenten sind frei.

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