Ein blumiger Kraftakt fürs Dorf

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Im Einsatz für ein schöneres Dorf: die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer rund um Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera (2.v.r) und Ortsvorsteher Bernhard Deininger (r.).
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275 Blühpflanzen erhalten am Samstagmorgen in Lautern durch Ehrenamtliche in Beeten, Trögen und Rabatten eine neue Heimat.

Heubach-Lautern

Hannes und Bennit-Laurin nehmen es ganz genau. Die Erde wird akribisch mit den Händen verteilt, kleine Klümpchen werden gebröselt. Man sieht’s, die beiden Neunjährigen sind in ihrem Element. Es ist ein Indiz dafür, dass in Lautern alle Generationen wohl bereits mit einem grünen Daumen auf die Welt kommen. Und: Jeder und jede der rund 20 Helferinnen und Helfer rund um Ortsvorsteher Bernhard Deininger weiß genau, wo was hinkommt. Denn Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera hat einen Pflanzplan erstellt und ist ebenfalls ehrenamtlich mit von der Partie. „Ich tue es gern, das ist eine tolle Gemeinschaft hier“, sagt die Freundin der Botanik.

Bernhard Deininger wiederum zeigt sich begeistert darüber, dass bereits am Freitagabend viele Hände mitgeholfen hatten, die Beete für die Pflanzungen, Tröge und Kästen vorzubereiten. In den Beeten, etwa auf dem Friedhof, wurde gehackt, was das Zeug hält, um den Boden für die neue Bepflanzung zu bereiten.

„Da wächst Erfolg“, freut sich Sigrid Bombera mit Bernhard Deininger. Denn, dass die Pflanzen bestens gedeihen werden, dafür ist gesorgt. Denn vorab ist auch ein Gießplan erstellt worden, denn die Geranien, Spieren, Potentilla, Rosen oder auch Taglilien brauchen täglich Wasser. Daher werden sich Anlieger und viele Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins um die nötige Bewässerung kümmern.

„Wir haben eh‘ nichts zu tun. Außerdem soll unser Dorf schön aussehen. Blumen sind besser als Unkraut“, argumentiert Hannes. Man spürt regelrecht, dass den Neunjährigen das Pflanzfieber gepackt hat. Denn er ist voll dabei, dreht sich um, geht in die Knie und schafft wieder die Erde ins Beet, an dem sein Freund Bennit-Laurin bereits arbeitet. Die benötigte Erde hat den beiden Hermann Schmid gebracht. Schmid ist zwar Gärtner, aber an diesem Tag ist auch er einfach einer von vielen Ehrenamtlichen. „Auch wir sind seit vielen Jahren dabei“, stellt eine Frau fest. Sie hat ihre Tochter dabei, die gerade die Geranien in ihrer Hand bewundert.

275 neue Blumen gepflanzt

„Mit so einem großen Helferteam schaffen wir es bis zum Mittag“, blickt sich Bernhard Deininger um. Insgesamt 275 Blumen wollen eingepflanzt und mit Wasser eingeschlämmt werden. „Da kommen bestimmt auch noch ein paar dazu. So war es am Freitagabend auch“, mutmaßt der Ortsvorsteher.

Durch die Mithilfe der vielen ehrenamtlichen Helfer wird Lautern auch in diesem Jahr wieder aufblühen und seinem Namen als Gärtnerdorf alle Ehre machen. Die starke Gemeinschaft sorgt zudem dafür, dass die Pflanzen nicht zur Eintagsfliege werden, sondern jeden Tag ihr Wasser erhalten. Manches Unkraut wird dann nebenher auch noch weggezupft.

Einen Nebeneffekt hat die Blütenpracht am Lauterner Straßenrand auch: Da geht man freiwillig vom Gas und genießt die Optik. Denn allerorten lockt nun ein floristischer Blickfang. Egal, ob am Bach entlang, auf dem Dorfplatz oder beispielsweise im Kreuzungsbereich zur Hohenroder Straße.

Wir haben eh‘ nichts zu tun. Außerdem soll unser Dorf schön aussehen.“

Hannes und Bennit-Laurin,, ehrenamtliche Helfer

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