Jeder zweite Lauterner ist SVLer

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Dancing Kids on Stage des SV Lautern.
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Vor 50 Jahren gegründet, hat sich der Sportverein Lautern zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des Dorfes entwickelt.

Heubach-Lautern

Die Freunde des gepflegten Rasensport gründeten 1972 den SV Lautern; 50 Jahre später lockt der Verein mit vielen weiteren Disziplinen wie Tischtennis, Tanzen und Turnen, und rund 700 Mitglieder bedeuten, dass jeder zweite Lauterner SVLer ist. Am Samstagabend wurde die Erfolgsgeschichte in der Pfaffenberghalle gefeiert.

Der Rahmen war mit der erst im Oktober in Betrieb genommenen erweiterten Halle perfekt; manche der gut hundert Gäste nahmen das Schmuckstück erstmalig in Augenschein. Begrüßt wurden die Gäste zunächst im neuen Anna-Rohleder-Saal mit einem Gläschen Sekt und einer Foto-Ausstellung,die viele sportliche Highlights der vergangenen Jahrzehnte festhielt.

Daran knüpfte Vorstandssprecher Stephan Schmid an: „Wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben.“ Der SV Lautern sei längst eine große Vereinsfamilie, „das macht uns stark“. Eine solche Vereinsgeschichte stehe für viele Jahre gemeinsamen Lebens. Besonders hob Schmid die Bedeutung des Vereinsheims hervor: ein Mehrgenerationenhaus mit offenen Türen, kurz: eine Heimat. „Es geht nicht nur um sportlichen Erfolg, es geht auch um Begegnung“, weshalb der Verein eine wichtige Stütze des öffentlichen Lebens sei.

Selbstverständlich sei dies alles nicht, erinnerte er an die viele ehrenamtliche Arbeit, die dahinterstecke. Und er dankte einem der großen Gönner des Vereins, der Stadt Heubach, die das Grundstück vor Jahrzehnten zur Verfügung gestellt hatte. Da das Vereinsheim in die Jahre gekommen ist, richtete Schmid die Bitte an Bürgermeister Dr. Joy Alemazung, den Verein bei der Sanierung zu unterstützen und sich der Zukunft des Sportplatzes anzunehmen. „Wir können Sport und Menschen, helfen Sie uns bei der Bürokratie.“

Kickt der Bürgermeister mit?

Die Bitten seien angekommen, stellte Alemazung in Aussicht. Dafür gebe es gute Gründe, denn im Sport lerne man Spielregeln zu akzeptieren, und das sei nötiger denn je. Der Vorstandschaft,den Übungsleitern und den freiwilligen Helfern gebühre Dank für ihr Engagement. Er hob besonders Lieselotte Schmid hervor, die 17 Jahre Übungsleiterin gewesen war.

Der Bürgermeister lobte auch die hervorragende Jugendarbeit. Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport gebe viel für das weitere Leben. Er nannte die Stichworte Kameradschaft,Solidarität, Fairness und sportlichen Ehrgeiz. Des Weiteren nannte er die Integration von Neubürgern als unverzichtbare Dimension des Sportes. Er selbst überlege,ob er nicht mit den Alten Herren trainieren wolle.

Ortsvorsteher Bernhard Deininger lobte die Arbeit der Vereinsgründer und der vielen Unterstützer, die den SV zu „einem vorbildlichen Verein gemacht haben“. Er schloss sich dem Vorstandssprecher an: „Die Forderung eines zusätzlichen Trainingsplatzes ist berechtigt.“ Auch sollten für die Leichtathletik bessere Bedingungen geschaffen werden. Wie wichtig der Vereingesellschaftlich ist, illustrierte er mit einigen Beispielen: die früheren Rosenmontagsbälle, legendäre Sportlerbälle oder den Lauterner Besen sowie die Donnerstagsstammtische und das Café im Vereinsheim.

Manfred Pawlita, Vize-Präsident des württembergischen Landessportbundes und Sportkreisvorsitzender, bezeichnete den Sport als die schönste Sache der Welt. Er bedeute Leidenschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft. Er riet: „Pflegen Sie Ihre Ehrenamtlichen“, sie seien der Kitt des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Grüße des Schwäbischen Turnerbundes überbrachte Bernhard Elser, für die örtlichen Vereine gratulierte Georg Enssle.

Wie stark der Verein im Bereich Turnen und Tanz unterwegs ist, bewies die Tanzeinlage der Dancing Kids on Stage und der Jubiläumsshowtanz der SVL-Garde. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von einem Ensemble des Musikvereins.

Die Dancing Kids on Stage des SV Lautern zeigten beim Jubiläum des Vereins auf der Bühne der Pfaffenberghalle, dass der SVL viel mehr als Kicken bietet. Das machten auch die Redner deutlich.ÌFoto: Jan-Philipp Strobe

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