Lauterns Kirche muss saniert werden

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Ein Holzmodell der Lauterner Kirche soll als "Spendenkässle" dienen.

Architekt Patrick Duttlinger beschreibt Schäden und nötige Maßnahmen.

Heubach-Lautern Architekt Patrick Duttlinger berichtet bei der Versammlung der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt über die Schadenslage der Kirche und die notwendigen Maßnahmen, die Gesamtkosten von bis 1,2 Millionen Euro.

Das größte Problem: Schäden im Dachtragwerk. Große Teile des Gebälks seien stark geschädigt. Die Ziegeleindeckungen seien nicht dicht. Der Regen ging unter die Ziegel, die Feuchtigkeit sammele sich im Traufbereich, wo Schutt als Auflast für die Gesimse dient, der nasse Schutt könne so gut wie gar nicht trocknen und das darunterliegende Gebälk könne nicht mehr austrocknen und fange an zu faulen. Dieses Problem so der Architekt zeige sich nicht nur im Bereich der Schwellen, sondern im gesamten Dachstuhl, wie durch Wassereintritt am Fürstziegel. Deshalb sei ein Eingerüsten der gesamten Kirche innen und außen notwendig sowie ein Fanggerüst für die Zimmerarbeiten. Auch gebe es massive Schäden am Naturstein. Am Turm vor allem am Achteck sowie am Turmsockel und an den Fenstern in der Fassade. Dies mache eine Natursteinrestaurierung notwendig mitsamt Austausch defekter Steine. Es gebe auch Risse in der Putzfassade unter- und oberhalb der Fenster, die Ursache dafür liege im Fundament der Kirche. Auch sei es nicht optimal, dass das Regenwasser des Kirchturms auf das Kirchendach geleitet wird, dies soll geändert werden.

Die Schallläden entsprechen nicht den Richtlinien und werden ersetzt, ebenso das nördliche Zifferblatt. Die Zugangstür vom Friedhof sei in sehr schlechtem Zustand. Ein Großteil der Maßnahmen werde das Herrichten des Dachtragwerkes mit zimmermannsmäßigen Verbindungen sein. Gesamte Sparren dürften nicht ausgetauscht werden, weil die Kirche unter Denkmalschutz stehe und die Balken so alt seien, dass nur das Defekte weggeschnitten werden dürfe. So wird Sparren um Sparren und Schwelle für Schwelle ergänzt.

Der frühest mögliche Baubeginn ist laut Architekt Duttlinger Frühjahr 2019. Der Restaurator könne erst beginnen, wenn große Teile am Dach fertig seien. Er könne wegen der Außentemperatur nur bis Weihnachten arbeiten und dann erst wieder ab April.

Kirchengemeinderat Joachim Funk stellte ein Holzmodell der Kirche als Spendenkässle vor. Dieses Modell wurde geschaffen von Familie Karl Enßle zusammen mit Hans Seitzer. Für das Modell bedankte sich der Kirchengemeinderat mit einem Gemüsekorb. Pfarrer Bernhard Weiß berichtete im Anschluss über die pastorale Situation der Seelsorgeeinheit Rosenstein.

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