Was Lautern aus der Goldmedaille machen will

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Die Landeskommission Ende Juni in Lautern.
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 Freude und Stolz über das Erreichte bei „Unser Dorf hat Zukunft“, aber auch Motivation für mehr.

Heubach. Lautern hat beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Goldmedaille gewonnen und darf zudem am Bundesentscheid 2023 teilnehmen. „Das motiviert und macht uns alle sehr stolz und glücklich“, meinte Dr. Joy Alemazung beim Pressegespräch am Mittwoch im Rathaus. Schon bevor er Bürgermeister geworden sei, habe ihn das bürgerschaftliche Engagement und die Dorfgemeinschaft in dem Heubacher Teilort begeistert. „Die Menschen sehen sich Familiärem und nach Gemeinsinn“, so Alemazung. In Lautern werde das vorbildlich gelebt.

Neue Ideen umsetzen

Ortsvorsteher Bernhard Deininger sagte: „Das ganze Dorf freut sich riesig.“ Zwar habe Lautern schon 2012 erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen, eine Goldmedaille aber habe niemand erwartet. Ihm gehe es weniger um Medaillen, sondern darum, durch den Wettbewerb ein „breit angelegtes Forum und eine Diskussion im Ort“ zu haben, woraus sich Ideen und Konzepte entwickeln. Der Verein „Älter werden in Lautern“ sei zum Beispiel nach der Teilnahme im Jahr 2012 entstanden. Auch jetzt gelte es, die Motivation und die neu geborenen Ideen umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt für Deininger auf der „Qualität des Wohnumfelds“, konkret müsse die Innenentwicklung klar Vorrang haben vor der Außenentwicklung. Dabei gehe s nicht darum, in der Vergangenheit zu leben, sondern diese sinnvoll und qualitativ hochwertig mit dem Fortschritt zu verbinden, so der Ortsvorsteher. Lautern sei gerade was ehrenamtliches Engagement im sozialen und kulturellen Bereich angehe, „breit aufgestellt“. Die Vereine konkurriertem nicht untereinander, sondern helfen sich gegenseitig, so Deininger. Dadurch und mit der „beispielhaften Dorfgemeinschaft“ gebe Lautern „ein tolles Bild ab in der Region“. Auf diese Einheit könne man stolz sein, wie Deininger betonte.

Viele Arbeitskreise

Um in dem Wettbewerb zu bestehen, hatten die Lauterner verschiedene Arbeitskreise gegründet. „Da haben viele, auch im Hintergrund, mitgemacht. Ihnen allen gilt unser Dank“, betonte Deininger. An vorderster Front standen jeweils die Sprecher der Arbeitskreise: Ralph Gruber für Baugestaltung und Siedlungsentwicklung, Steffanie Rieg und Heiner Kühnhöfer für die Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft, Heike Hieber für die sozialen und kulturellen Aktivitäten am Ort. Und Georg Enssle für Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen. Georg Enssle meinte beim Pressegespräch im Rathaus, das Motto des Lauterner Antrags „Eine blühende Gemeinschaft“ verweise zum einen auf Lautern als Gärtnerdorf. Zum anderen gehe es immer darum, „gemeinsam etwas zu machen“. Das reiche vom Wandern und Radfahren über den neuen Stammtisch im Vereinsheim des SVL bis zu anderem ehrenamtlichem Einsatz. Diesen lobte auch Bürgermeister Alemazung ganz besonders. „Das Ehrenamt bringt Menschen ohne Verpflichtung freiwillig zusammen, mit dem Ziel, gemeinsam etwas voranzubringen.“

Was sollen in Lautern die Schwerpunkte der Entwicklung in den nächsten Jahren sein? Neben der Konzentration auf eine „qualitative Innenentwicklung“ nannten Bernhard Deininger und Georg Enssle die Etablierung von touristischen „Leuchtpunkten“, etwa der alten Molke oder des Heimatmuseum. Lautern wolle Möglichkeiten bieten für „eine sanfte Naherholung“, so Deininger. Bislang gebe es sechs Ferienwohnungen, vielleicht könnten es hier noch mehr werden. Trotz seines idyllischen Ortsbildes biete Lautern in der Landwirtschaft 300 Menschen einen Arbeitsplatz. Auch Dienstleistung und Handwerk seien stark im Doef vertretenb. Zumindest in diesen Bereichen gehört für den Ortsvorsteher „Arbeiten und Wohnen ein Stück weit zusammen.“ 

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