Minijobber sollen gegen Vandalismus vorgehen

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Böbingen und Mögglingen erweitern Aufgaben des Gemeindevollzugsdienstes auf Personenkontrollen.

Böbingen/Mögglingen.Künftig soll er mehr machen als Knöllchen zu verteilen: Seit knapp einem Jahr betreiben Mögglingen und Böbingen einen gemeinsamen Gemeindevollzugsdienst. Der Minijobber kontrolliert den stehenden Verkehr. Nun soll das Tätigkeitsfeld ausgeweitet werden.

Privater Firma kündigen

Konkret geht darum, auch Personen zu kontrollieren, um so besonders in den Abendstunden Ruhestörungen, Vermüllung oder Vandalismus zu verhindern. Bislang versuchte die Gemeinde Mögglingen, diesen Problemen mit einer privaten Sicherheitsfirma Herr zu werden, deren Wirkung sei aber nicht befriedigend, so die Verwaltung.

Der Mögglinger Gemeinderat hat nun in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Gemeindevollzugsdienst auszuweiten, sofern dafür geeignetes Personal gefunden werden kann.

Außerdem wurde noch eine zeitliche Befristung auf zunächst ein Jahr eingefügt, nach der die Gemeinde das dann wieder evaluieren und entweder verlängern oder wieder beenden kann, berichtet Bürgermeister Adrian Schlenker.

Die Gemeinderäte vertraten nach Auskunft des Bürgermeisters darüber hinaus die Ansicht, dass die Jugendlichen, um die es bei der Personenkontrolle meistens gehe, ja auch einen Platz bräuchten, wo sie sein dürfen und dass die Gemeinde die Angebote für diese Jugendlichen ausbauen sollte. Vielleicht würde das genauso gut oder besser wirken, so die Gemeinderäte. „Das wollen wir auch tun“, betont Bürgermeister Schlenker.

Start nach den Sommerferien

Die Arbeit des Polizeifreiwilligen soll ausgedehnt werden, bestätigt auch Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle. „Zukünftig wollen wir mit wenigen Stunden den Polizeifreiwilligen auch für die Überwachung öffentlicher Räume einsetzen“, so Stempfle. Ziel sei, dass sowohl Böbingen und auch Mögglingen je einen geringfügig Beschäftigten einsetzen können. Beginn sei nach den Sommerferien. „Wir müssen alles Weitere mit der Gemeinde Mögglingen noch abstimmen“, erläutert Jürgen Stempfle.

Die Verwaltungen sind nun beauftragt, geeignetes Personal zu suchen und in den Gemeinderäten vorzustellen. Der Vertrag mit der privaten Sicherheitsfirma soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt werden. David Wagner

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