Mit Kriechtunnel und Murmelbahn

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Kiga Arche Noah Heuchlingen
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Gemeinderat berät Gestaltung der Außenanlagen für den  Heuchlinger Kindergarten. Alle Wünsche fanden in die Konzeption der Landschaftsarchitektin.

Heuchlingen.

Jetzt bekommt der katholische Kindergarten „Arche Noah“ in Heuchlingen das i-Tüpfelchen. Denn nachdem der Neubau in der Leintalaue zum Jahresbeginn 2020  bezogen wurde, steht nun die Gestaltung des Außenbereichs an. Rund 80 000 Euro werden investiert, „und bis Oktober soll die Maßnahme fertig sein“, wünscht sich Bürgermeister Peter Lang. So beschrieb er in der Gemeinderatssitzung am Montag, dass absichtlich mit der Anlage der Außenfläche gewartet worden war. Lediglich kleine Gartenhäuschen, zwei Sandkästen – für den Bereich der Kleinkinder und einer für die über Dreijährigen - sowie Balancierhölzer waren installiert worden. Man wollte nichts übers Knie brechen, sondern sich in aller Ruhe Gedanken über den Außenbereich machen. Dies ist nun in enger Abstimmung mit dem Erzieherinnenteam erfolgt.

Eigeninitiative erwünscht

Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera bündelte die Wünsche und prüfte, ob sie zu realisieren seien. Daraus erwuchs nun ein Konzept, mit dem sich die Gemeinderäte am Montagabend in der TV-Halle befassten. Ebenfalls in der Sitzung konnten die gewählte Vorsitzende des katholischen Kirchengemeinderats, Elisabeth Müllener, und die Erzieherinnen Petra Krieger, verantwortlich für die über Dreijährigen, sowie Mona Scheppach (unter Dreijährige) begrüßt werden. Sie informierten, dass sie auch die Kinderwünsche abgefragt haben. Vor allem ein Kriechtunnel und eine Murmelbahn sind demnach erwünscht - neben multifunktionalen Spielgeräten mit Rutsche und Turm.

Alle Gefragten dürfen sich freuen, denn die Wünsche fanden sich in der Konzeption der Landschaftsarchitektin wieder. So wird etwa die Retentionsfläche zur Lein hin durch die Gestaltung etwas ergänzt – und soll Platz für den Kriechtunnel bieten. Was die Murmelbahn betrifft, waren sich die Erzieherinnen und Lang sicher, dass Eigeninitiative gezeigt wird. „Wir haben da Spezialisten am Ort“, erinnerte der Schultes.

Anpacken nach der Pandemie

Auch die Eltern sollen mit ins Boot geholt werden, um durch Eigenleistung die Kosten der Gerätschaften etwas zu reduzieren. Etwa durch das Versetzen der Gartenhäuschen. „Hoffentlich hat Corona nicht alles zerschmettert“, hofft Lang, dass er auf die Tatkraft der Eltern bauen kann. Die Erzieherinnen und Elisabeth Müllener waren sich sicher, dass, diese Hilfe gewährt wird, wenn die Kinder einen Nutzen vom Einsatz der Eltern haben. Allerdings müsse man die pandemische Lage abwarten. Damit meinte Lang, dass gemeinsamer Arbeitseinsatz mit Abstand schwierig sei.

Ausgeschrieben werden sollen in Kürze die landschaftsgestalterischen Maßnahmen sowie Fallschutzbereiche, Pflasterarbeiten und ähnliches. Rund 75 000 Euro wird die Gemeinde investieren. Inbegriffen diverse Spielgeräte. „Sehr durchdacht“ befand Timo Altrock das Konzept von Sigrid Bombera. „Das kann man nur loben, es ist schlüssig“, nickte Georg Schmid.

Banger Blick auf Baukosten

Der Bürgermeister informierte zudem unter dem Nicken von Elisabeth Müllener, dass die katholische Kirche als Trägerin der Kindertagesstätte mit fünf Betreuungsgruppen 7500 Euro in Aussicht gestellt habe, um die Gestaltung zu unterstützen. Hierfür könnten Mini-Tore oder anderes finanziert werden, sagte Lang. Bei den aktuellen Baukosten könne man nur hoffen, dass diese nicht weiter steigen.

Die Heuchlinger Gemeinderäte begrüßten es, dass während der Gestaltungsmaßnahmen im Außenbereich des Kindergartens ein Bauzaun im Garten installiert wird. So können die Kinder trotz Bauarbeiten zumindest einen Teil des Außenbereichs nutzen.

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