B 29: Landwirte ärgern sich über zu schmale Brücke

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Bauwerk Richtung Sternhof wohl nicht geeignet für große Maschinen. Behörde kennt das Problem.

Mögglingen. Mit der Ortsumfahrung kam zumindest für eine Mögglinger Familie auch das Leid. Marianne Wahl beklagte sich in der Gemeinderatssitzung am Freitagabend, dass die Zufahrt vor allem für landwirtschaftliche Fahrzeuge schwierig, für einige gar nicht möglich sei. Das liege an der viel zu schmalen Brücke, die für die Erschließung des Sternhofs über die B 29 gebaut wurde. Und an den zu engen Kurven, die schwere Lastwagen und landwirtschaftliche Maschinen, wie einige Mähdrescher mit Überbreite, gar nicht schaffen. "Sind wir die Stiefkinder von Mögglingen?" fragte Marianne Wahl.

Gefährlich sei es auch für Radfahrer. Da kein befahrbarer Seitenstreifen vorhanden sei, könne ein entgegenkommendes Auto nicht mal ausweichen.

Im Rathaus sind die Probleme bekannt: "Im Zuge des Ausbaus der B 29 brauchte es eine Lösung", sagte Bürgermeister Adrian Schlenker. Aber die getroffene sein keine glückliche, gab er zu: "Saublöd ist es dahinten." Auch, weil die Lastwagen ständig das Brückengeländer schrammten. Das Regierungspräsidium berufe sich allerdings auf das Planfeststellungsverfahren. Es sei so gebaut worden, wie in der Planung vorgesehen. "In meinen Augen ist es Murks", stellte ein Kommunalpolitiker fest. Eine Fehlplanung. Ein Planungsmangel. Die Landwirte, die mit ihren Fahrzeugen die Brücke und die Kurven mit zu eng geplanten Radien nicht passieren können, fahren große Umwege über Böbingen, um an ihr Ziel zu kommen.

Schlenker sagte zu, das Thema, das im Regierungspräsidium durchaus bekannt sei, dort noch einmal anzusprechen. Aber: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die ihre Brücke, die sie erst vor zwei Jahren gebaut haben, ändern werden."

Kindergarten in der Pandemie

Mögglingen hat nun auch die Kindergartengebühren für Juni und den halben März erlassen: "Rechtlich sind wir dazu nicht verpflichtet. Aber es wäre das falsche Signal an die Eltern gewesen", stellte Schlenker fest. Da wegen der Coronakrise die Kindergärten seit Mitte März geschlossen waren und erst im Juni eine "sehr eingeschränkte Betreuung aller Kinder" ermöglicht wurde, habe der Gemeinderat in seiner Juni-Sitzung beschlossen, keine Gebühren für für April und Mai zu verlangen. Die Frage, wie mit März und Juni zu verfahren sei, wurde vertagt. Auch unter dem Aspekt, dass noch nicht absehbar gewesen sei, wann der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Seit Ende Juni nun erfolge "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen". Für Mögglingen bedeutet dies, dass weder Nachmittagsbetreuung von 14 Uhr an angeboten und noch ein Mittagessen ausgegeben werde.

Der Betrieb unter Pandemiebedingungen erfordere wegen der Abstandsregelung erhöhten Raumbedarf und höheren Personalaufwand. Dies bedeute, dass von Juli an wieder die regulären Gebühren zu entrichten seien, allerdings keine Gebühren für die Ganztagsbetreuung; die fände ja gar nicht statt. Daher werde auch von den Eltern, deren Kinder in die Ganztagsbetreuung gingen, nur der reduzierte Gebührensatz verlangt. Nachdem bereits für April und Mai keine Gebühren verlangt worden seien, sollte aus Sicht der Verwaltung auch im Juni und für den halben März darauf verzichtet werden: "Denn eine reguläre Betreuung fand ja nicht statt", sagte Schlenker.

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