Der Brandschutz ist bis zur Sommerpause komplett

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Eine Außentreppe ist der Rettungsweg der Wahl für das Alte Schulhaus in Mögglingen; eine Innentreppe hätte zuviel Raum gefordert und die Deckendurchbrüche hätten einen zu starken Eingriff in das denkmalgeschützte Gebäude bedeutet.
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Nur noch Kleinigkeiten fehlen, bis der Brandschutz im Alten Schulhaus komplett ist.

Mögglingen. „Ich warte täglich auf die Vollzugsmeldung“, freut sich Mögglingens Bürgermeister Adrian Schlenker. Denn bald kann endgültig ein Haken hinter die Aufgabenliste zum Brandschutz am Alten Schulhaus in Mögglingen gesetzt werden. Nicht nur die Kulturfreunde und Kulturschaffenden am Ort werden sich über diese Nachricht freuen.

Nachdem unterschiedliche Varianten für einen zweiten Rettungsweg von der Kulturbühne im Dachgeschoss des Alten Rathauses untersucht worden waren, konnte man sich mit dem Denkmalamt schließlich einigen. Es wurde nun eine Fluchttreppe hinterm Schulhaus zum Parkplatz hinunter gebaut. Ende März 2021 konnte letztlich der Startschuss für diese Installation gegeben werden. Schlenker berichtet, dass es während des Baus keine bösen Überraschungen gegeben hat. So kann der Kostenrahmen von 150 000 Euro gehalten werden. Diese Summe findet sich im Gemeindehaushalt wieder. Sofern die Coronabeschränkungen aufgehoben werden könen, kann die Kulturbühne dann nach der Sommerpause bespielt werden. Ist also unter anderem für den Liederkranz und den Musikverein wieder nutzbar.

Für kompletten Brandschutz

Was jetzt noch für den kompletten Brandschutz fehlt, ist die Anbringung diverser Rauchmelder im Gebäude. „Aber das kriegen wir auch noch hin“, ist Schlenker zuversichtlich, dass dies bis in den nächsten Wochen geschehen wird.

Dann ist ein langer Weg beschritten und lvollendet worden, um dem Brandschutz im Alten Schulhaus Genüge zu tun. Denn quasi von jetzt auf nachher konnten sowohl der Gesangs- als auch der Musikverein die Kulturbühne im Alten Schulhaus seit dem Sommer 2019 nicht mehr als Probenraum nutzen. Grund war der ungenügende Brandschutz. Es fehlte ein zweiter Rettungsweg. Daher gab es vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein die rote Karte. 2004 waren die Richtlinien für Veranstaltungsstätten bezüglich des Brandschutzes geändert worden. Säle ab 100 Quadratmetern Fläche galten schließlich als Veranstaltungsstätten. Die Kulturbühne im Alten Schulhaus weist sogar 170 Quadratmeter an Fläche auf. Daher wurde vom Bauamt aufgrund der Brandschutzvorgaben ein zweiter Fluchtweg gefordert. Und die Kulturbühne wurde als Probenraum gestrichen.

Ausweichquartiere gefunden

Nach den Sommerferien konnten Ausweichquartiere gefunden werden. „Das waren gute Alternativen“, beschreibt Bürgermeister Adrian Schlenker, dass man Räumlichkeiten in der Limesschule fand. Parallel dazu wurde im Schulterschluss mit dem Denkmalamt geprüft, wie ein zweiter Rettungsweg realisiert werden könnte. Es gab zwei Möglichkeiten: Ein zweiter Rettungsweg über eine zusätzliche Treppe im Gebäudeinneren oder eine Stahltreppe außen am Gebäude.

Die Innenvariante wurde jedoch schnell verworfen. Zu viel Raumkapazität wäre so verloren gegangen. Zumal hätten die diversen Deckendurchbrüche starke Eingriffe in die denkmalgeschützte Gebäudesubstanz bedeutet. Was dem Denkmalamt ein Dorn im Auge gewesen wäre. So blieb nur die Lösung mit dem zweiten Rettungsweg außen.

Nach dem Motto „Ende gut, alles gut“, ist nun das Alte Schulhaus in Mögglingen wieder nutzbar. Jetzt muss nur noch Corona die rote Karte gezeigt werden. Aber die sinkenden Fallzahlen und im Gegenzug die steigende Zahl an Geimpften machen Hoffnung. Dann könnte es im Spätsommer tatsächlich wieder losgehen mit Musik, Gesang und Co.

Das kriegen wir auch noch hin.“

Adrian Schlenker,, Bürgermeister

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