Ehrenamt sorgt für bunte Oasen

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Der Herbst in seinen schönsten Farben präsentiert sich jetzt dank großem ehrenamtlichem Einsatz in Mögglingen.

Botanische Kleinode mitten in Mögglingen werden von einem rund 20-köpfigen Team mit grünem Daumen betreut. Nachhaltigkeit ist dabei Trumpf.

Mögglingen

Die Sommerblüher verschwinden, die Herbstflora bekommt ihren Platz zugewiesen. Und so sind die unterschiedlichen Gärten in Mögglingen, die für die Remsgartenschau liebevoll und mit viel Weitblick angelegt wurden, auch jetzt echte Hingucker. Sie laden zum Verweilen ein. Alle Generationen profitieren von den grünen Oasen in der Remsgemeinde. Und man hat auch noch einiges vor.

Wer? Das große ehrenamtliche Team, das sich um die Botanik kümmert. Die einen sind bereits morgens um sechs Uhr auf den Beinen, um nach den Stauden neben dem Gasthaus Ritter zu sehen. Andere, schauen abends mit Häckchen und Schaufel vorbei, um dem Unkraut auf den Leib zu rücken. "Jeder so wie er kann und Zeit hat", erklärt Irmgard Sehner. Bei ihr laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Wobei sie im Gespräch mehrfach darauf verweist, dass wirklich eine große Anzahl an Helferinnen und Helfern sich einbringen. Und alle gleich viel wert sind. So auch der Mögglinger, der abends seine Runde bei den Gärten dreht, um den Müll einzusammeln. Oder die Frau, die den Kräutergarten hinterm Pfarrhaus nutzt, um Kräutersalz herzustellen für die Allgemeinheit. "Es gibt viele, die sich zuständig fühlen. Eine Art Patenschaft für einen gewissen Bereich oder garten übernommen haben", beschreibt Sehner.

Wieder andere kümmern sich ums Mähen. Machen Dinge, die der Bauhof aufgrund seiner personellen Bestückung einfach nicht machen kann. "Wir haben eine tolle Zusammenarbeit. Der Bauhof stellt uns Gerätschaften zur Verfügung oder sorgt dafür, dass es an den Stellen Wasser gibt, wo man gießen muss."

Gemeinde zusammenfügen

Die Mögglinger Gärten sollen immer interessant sein für einen Besuch.

Irmgard Sehner, Koordinatorin

Zwar machte auch den Mögglinger Ehrenamtlichen die Corona-Pandemie manchen Strich durch die florale Rechnung – man konnte sich nicht wirklich treffen – aber man hat dennoch Kontakt gehalten. Und man hatte Pläne für den Sommer 2020. So wollte man etwa den Marktplatz wieder mit Sitzpaletten bestücken, kuschelige, Pflanzenecken, wo einst der Forstwagen stand, anlegen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. "Wir haben am 26. September einen Rundgang. Dann werden wir Diverses besprechen", kündigt Irmgard Sehner an. Denn es gehe um Nachhaltigkeit. "Die Mögglinger Gärten sollen immer interessant sein für einen Besuch", schildert Sehner. "Es soll sich weiterentwickeln, manchen floralen Farbklecks soll es in der Zukunft neu geben." Das Ehrenamtsteam wird auch ins Mögglinger Leitbild seine Gedanken einbringen. Ziel ist es, die beiden Hälften der Remsgemeinde, die bislang durch die Bundesstraße getrennt waren, floristisch und optisch zusammenzufügen.

Die Bäume, die in der Baumschule "erzogen" wurden, sind mittlerweile groß geworden. "Die kommen jetzt zum Naturkindergarten. An der Baumschule werden neue, kleine Bäume gepflanzt", verrät Irmgard Sehner. Hier soll es einen regelrechten Kreislauf geben. Zu groß gewordene Bäume aus der Baumschule sollen dann jeweils ein Plätzchen in der Gemeinde erhalten, wo sie weiterwachsen können.

Neue Gesichter willkommen

Die Ehrenamtlichen mit dem grünen Daumen freuen sich darüber, dass sie mittlerweile eine eigene Rubrik im Amtsblatt haben. Dort ist dann ersichtlich, wann das nächste Treffen mit Besprechung ist. "Und neue Gesichter sind immer gern gesehen", versichert Sehner. Vor allem für die Jugend und die Familien möchte man künftig Plätze gestalten. Etwa wie die Remsaue, die vor allem für Kinder eine magische Anziehungskraft ausübt. "Es geht um Aufenthaltsqualität für alle Generationen", beschreibt Irmgard Sehner das Unterfangen. Und die Nachhaltigkeit ist dabei stets im Fokus. "Jede helfende Hand ist dabei wichtig, wir brauchen jeden", macht sie deutlich.

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