Ein eigenes Grundstück für die Natur

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Streuobstwiesen (Symbolbild)
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Was der Verein „Bürger für Natur und Umweltschutz unterm Rosenstein“ an der Rems in Mögglingen machen will.

Mögglingen. Der Verein „Bürger für Natur und Umweltschutz unterm Rosenstein“ möchte ein Grundstück an der Rems von der Gemeinde pachten, renaturieren und als Teil eines größeren Konzepts der Öffentlichkeit zugänglich machen. Darüber berichteten die Vereinsmitglieder Roman und Heidrun Epp dem Gemeinderat am Freitag.

Das Grundstück liegt an der Rems in Richtung Böbingen gegenüber der ehemaligen Gärtnerei Schmid. Die Idee, hier etwas zu machen, sei ihnen gekommen, berichtete Heidrun Epp, als zur Remstal-Grtenschau die Gärten in der Ortsmitte angelegt wurden. Sie habe sich gefragt, ob man nicht auch etwas machen könne „aus der Natur außen rum“. Zwar gebe es viele Wanderwege, viele seien aber sehr weit. Dazu gebe es kaum Rundwege, viele Sackgassen, kaum Hinweisschilder und wenig Raum für „Begegnungen mit allen Sinnen“. Die Idee des Vereins sei ein „Glückskleeblatt“ rund um Mögglingen. Zu den bestehenden Touren „Sagen und Natur“, einer „Vogelentdecker-Tour“ und einer möglicher Tour „Kunst und Kultur“, wolle der Verein das Thema „Naturerlebnis pur“ angehen, mit dem Motto „Wasser, Wald und Streuobstwiesen“. Eben dazu könne das Grundstück verwendet werden, in Verbindung mit den schon vom Verein betreuten Streuobstwiesen an der Westtangente.

Die aktuellen Probleme: Es gebe kein Zufahrt und der vormalige Pächter habe das Grundstück als "private Mülldeponie" verwendet, zudem seien Zäune und Stacheldraht regelrecht mit Bäumen verwachsen, was eine Gefahr für Mensch und Tier darstelle. Bis zum Frühjahr wolle der Verein mit Unterstützung des Bauhofs das Gelände vom Müll befreien. Danach könne man an die Umsetzung der zahlreichen Ideen zu den Themen Wald, Hecken und Streuobstwiesen gehen. Der Verein denke etwa an Nistkästenkameras, Tierbeobachtungsstationen, einen Barfußpfad, Seminare zu Wildkräutern sowie Vogeltouren und eine enge Zusammenarbeit mit Schule und Kindergärten zur Einrichtung eines „grünen Klassenzimmers“. David Wagner

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