Feuerwehr kommt zur Mackilohalle

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Die Frage des Standorts für den Neubau in Mögglingen ist geklärt. Eine Machbarkeitsstudie wird im Oktober im Gemeinderat vorgestellt.

Mögglingen

Die Mögglinger Feuerwehr ist in dem Gebäude an der Hauptstraße nicht mehr zeitgemäß untergebracht. Das hat mehrere Gründe, wie Bürgermeister Adrian Schlenker erläutert. Baulich sei das Gebäude aus den 1960er-Jahren in keinem guten Zustand, eine Wand ist regelmäßig feucht. Hier wurden neu gestrichen und sich „eben so beholfen“, wie Schlenker sagt. Eine Dauerlösung war das nicht. Hinzu kommen die engen Platzverhältnisse. Derzeit ziehen sich die Ehrenamtlichen oben im Gang und im Keller um. Zudem müsse der positiven Entwicklung Rechnung getragen werden, dass zunehmend mehr Frauen in der Feuerwehr tätig sind, fünf bei den Aktiven und rund ein Drittel bei der Jugendfeuerwehr. Ein einzige Dusche mit drei Duschköpfen reiche da nicht mehr, meint Adrian Schlenker. Ein weiteres Manko: Die Fahrzeughalle ist zu niedrig für die heutigen Fahrzeuge. „Es fehlen zwar nur 15 Zentimeter, aber was nicht reinpasst, passt eben nicht rein“, stellt der Bürgermeister klar.

Nur ein Neubau macht Sinn

Zunächst war kurz eine Sanierung des Gebäudes im Gespräch. Schnell sei aber klar geworden: „Das hat keinen Wert“, erinnert sich Schlenker. Seit rund zwei Jahren sei die Verwaltung gemeinsam mit der Feuerwehr jetzt an dem Thema dran.

Klar sei immer gewesen, dass der Neubau ein reines Feuerwehrgebäude sein soll, nicht wie im bisherigen mit „Mischnutzung“, wie dem Kindergarten Zwergenstüble. „Bevor wir überlegen, wie das Ganze konkret aussehen soll, musste aber ein Standort her“, berichtet der Schultes. Die Feuerwehrleute hätten sich dazu „brutal viele Gedanken gemacht“, verschiedene Standorte nach verschiedenen Kriterien untersucht und bewertet. Drei potenzielle Grundstücke hätten sich dabei herauskristallisiert. Eine beim geplanten neuen Baugebiet „Hofäcker", hinter dem jetzigen Feuerwehrgebäude. Dies wurde aber schnell verworfen.

Übrig blieben ein Grundstück an der Rems am Ortsausgang Richtung Westtangente neben der Tankstelle und eine Fläche zwischen den beiden Kreisverkehren an der Mackilohalle. Die Feuerwehr habe zunächst den Standort an der Westtangente favorisiert.

Hochwassergefahr an der Rems

Probleme: Das Grundstück gehört nicht der Gemeinde. Und es liegt laut den Hochwassergefahrenkarten in einem problematischen Bereich. Ein Umdenken habe nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eingesetzt so Schlenker. „Es wäre ja ein Treppenwitz, wenn bei Starkregen gerade die Feuerwehr absäuft“, meint der Bürgermeister. Nun konzentriert sich die Verwaltung auf den Standort an der Mackilohalle.

Der Gemeinderat hat das Architekturbüro Gaus aus Göppingen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese laufe momentan und soll den Gemeinderäten in der Sitzung am 22. Oktober vorgestellt werden. Dann sollte es fix gehen, denn bis Februar müssten die Förderanträge für den Zuschuss des Landes („Z-Feu“) und den Ausgleichsstock gestellt werden. „Das kriegen wir hin“, meint Schlenker, der derzeit von Gesamtkosten von zwei bis drei Millionen Euro ausgeht.

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