Großbrand auf Mülldeponie Ellert: Feuerwehr muss Löschwasser recyceln

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Der Brandort aus der Vogelperspektive: Das Altpapierlager direkt links von der abgebrannten Halle konnte gerettet werden. Rechts im Bild die Sortieranlage.
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Beim Großbrand im Entsorgungszentrum Ellert können die Rosensten-Feuerwehren noch Schlimmeres verhindern. Sachschaden vorläufig auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Mögglingen/Essingen

Lagerhallenbrand auf dem Ellert

Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand.
Eine Lagerhalle stand am Freitag, 24. Juni, in Vollbrand. © Jan-Philipp Strobel

Sachschaden im sechsstelligen Bereich: Das ist die erste Bilanz des Großbrandes, der in der Nacht zum Freitag im Entsorgungszentrum Ellert der Kreis-Abfallgesellschaft GOA wütete. und im Nachhinein bilanziert die Feuerwehr, dass es noch wesentlich schlimmer hätte kommen können. Denn eine Halle zur Lagerung von Altpapier war direkt an die niedergebrannte Halle angebaut. 

85 Frauen und Männer aller Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein waren im Einsatz, außerdem drei Fahrzeuge des Roten Kreuzes und vier der Polizei. Zwei Wehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. So bilanziert Heinz Pfisterer, Kommandant der Heubacher Feuerwehr, diesen Einsatz zahlenmäßig. Doch hinter den Zahlen steckt große Dramatik. Die Feuerwehr rückte gegen 0.40 Uhr an, noch vor dem Gewitter, das in dieser Nacht niederging. Zur Einsatzzeit jedoch sorgte der starke Ostwind für immensen Funkenflug Für die Feuerwehr war zu befürchten, dass Funken auch die Haufen von offen abgelagerten Materialien, viele davon Kunststoffe, entzünden. Der Gewitterregen hat dazu beigetragen, das zu verhindern. 

Gegen den Brand der Lagerhalle wirkte der Regen nicht. wesentlich. Heinz Pfisterer sagt, dass die Halle bereits im Vollbrand stand, als die Feuerwehren eintrafen. Als erstes mussten die Wehrleute organisieren, dass von nahegelegenen Teichen Wasser herangepumpt wird. In Spitzenzeiten spritzten sie bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute in die Flammen, erzählt der Heubacher Kommandant. Seiner Schätzung nach wurden mehr als eineinhalb Millionen Liter Wasser eingesetzt. Ein Teil des Löschwassers sei, nachdem es abgeflossen war, sogar wiederverwendet worden. „So viel Wasser hat keiner vor Ort“, meint Pfisterer über den immensen Löschwasserbedarf. 

Nach Schadstoffen gesucht

Durch den massiven Löscheinsatz gelang es den Feuerwehren, die direkt angebaute Lagerhalle für Altpapier zu retten. „Es stand Spitz auf Knopf“, sagt Heinz Pfisterer, Risse in der Betonwand, die die beiden Hallen trennte, zeigen, wie sehr die Hitze auch dem Altpapierlager bereits zugesetzt hate. Falls dieses Lager auch noch in Flammen geraten wäre, „wär‘s extrem geworden“, meint der erfahrene Kommandant..

In der in Flammen stehenden Halle waren nach Schätzungen etwa 9000 Tonnen Müll abgelagert, so Pfisterer. Da niemand im Detail sagen konnte, was da genau abbrannte, wurde ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr Aalen angefordert, das Luftmessungen vornahm, so Kreisbrandmeister Otto Feil. 

Über die NINA-Warn-App waren Bewohner von Abtsgmünd, Essingen, Mögglingen, Hüttlingen, Heuchlingen, Neuler und Aalen aufgefordert worden, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten. Bis nach Westhausen seien Messungen vorgenommen worden, berichtet Heinz Pfisterer. Die Befürchtung, dass Schadstoffe in die Luft gelangt waren, habe sich aber nicht bestätigt. 

Am Morgen brach die Deckenkonstruktion der brennenden Halle ein. Drei Bagger konnten eingesetzt werden, die den Abfall und Brandschutt aus der Halle auf Lastwagen schaufelten. Die transportierten diesen Abfall auf eine etwas entfernt gelegene Fläche des Entsorgungszentrums, wo er ausgebreitet werden konnte und mögliche Glutnester gelöscht wurden. 

Ursache noch unbekannt

Wie das Feuer entstanden ist, ist bislang noch völlig unbekannt. Beamte der Kriminalpolizei waren zwar am Freitag bereits vor Ort. Mit den Ermittlungen können sie allerdings frühestens am Montag beginnen, wenn sie in die abgebrannte Halle können, sagte Polizeisprecher Bernd Märkle auf Anfrage. Am Freitagnachmittag belief sich die erste vorläufige Schadensschätzung der Polizei auf etwa zwei Millionen Euro. Das könne allerdings noch stark abweichen, sagt Bernd Märkle - wenn sich zum Berispiel herausstellt, dass die nur wenige Meter vom Brandort entfernt stehende Sortieranlage beschädigt wurde. 

Auch ein Zufall hat der Feuerwehr in die Karten gespielt: Erst vor ungefähr zwei Wochen waren Vertreter aller Rosenstein-Wehren zu einer Besichtigung der Anlage vor Ort auf dem Ellert. Somit wussten die Einsatzleiter in der Nacht zum Freitag sofort, woher sie zum Beispiel das Löschwasser holen konnten . „Das hat geholfen“, sagt Heinz Pfisterer. 

Die Abfallgesellschaft GOA möchte sich zunächst nicht zu dem Brand äußern, wie Pressesprecherin Amanda Hausmann auf Anfrage sagte. Die Abfuhr werde durch den Brand nicht beeinträchtigt, der Abfall könne an anderer Stelle auf dem Ellert abgeladen werden. An diesem Samstag, 25. Juni, soll der Wertstoffhof auf dem Ellert wieder öffnen können, die komplette Betriebsstätte am Montag, 27. Juni.

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