Kindergarten mit vier Gruppen in Modulbauweise

+
Mögglingen
  • schließen

Johanniter Unfallhilfe wird die Trägerschaft für die neue Kita in Mögglingen übernehmen.

Mögglingen Es ist mächtig Druck im Kessel, was die Betreuungsplätze in den Mögglinger Kindergärten anbelangt. Bis zum Start des neuen Kindergartenjahrs fehlen laut Anmeldungen 40 Plätze. Die Gemeinderäte undBürgermeister Adrian Schlenker befassten sich in der Sitzung am Freitag rund zwei Stunden lang mit dieser Problematik. Die gute Nachricht ist, dass man sich einig darüber ist, dass sich zu den beiden Betreuungseinrichtungen St. Josef und St.Maria eine neue Kindertagesstätte gesellen soll. Bereits in einer früheren Sitzung hat man sich mehrheitlich für den Standort dieser neuen Kita ausgesprochen: Nahe des Kreisels an der Heubacher Straße. Und eine weitere gute Nachricht ist, dass es einen Träger für diese Einrichtung gibt, nachdem sich die katholische Kirche nicht zur Verfügung stellt. Der neue Kindergarten wird von der Johanniter Unfallhilfe betrieben. 

Hier wird gekocht

Regionalvorstand Oliver Cosalter und Sachgebietsleiter Julian Weber stellten die Konzeption des größten überregionalen freien Kindergartenträgers vor. Bundesweit betreiben die Johanniter 534 Kindertagesstätten, allein in Baden-Württemberg 34 Kitas mit insgesamt 1269 Plätzen. „Wir sind offen für alle Nationalitäten und Konfessionen“, unterstrich Cosalter. Weber ging auf die pädagogischen Grundlagen und das Leitbild ein. Er informierte etwa darüber, dass in allen Kitas selbst gekocht wird. Eine hauswirtschaftliche Kraft sei jeweils angestellt. Zudem seien die Johanniter Kitas inklusiv und Mitglied des Bundesprogramms „Sprachkitas“. Jürgen Deininger wollte wissen, ob dann auch in Mögglingen frisch gekocht werde, was bejaht wurde. Allgemein stellte Cosalter fest: „Wir sind gemeinnützig, haben die Kostendeckung im Blick und wollen keinen Gewinn erzielen.“

Da Betreuungsplätze in Mögglingen dringend erforderlich sind,sprach sich das Gremium einig für eine zeitsparende Modulbauweise aus. Am Beispiel der Firma Sani befasste man sich mit einem zweigeschossigen Gebäude mit vier Gruppen, das innerhalb von acht Monaten bezugsfertig erstellt werden könnte. Bürgermeister Adrian Schlenker warf einen Blick auf die Kosten und ging von einer Summe von 2,4 Millionen Euro für das Gebäude aus. Hinzu kommen weitere 90 000 Euro für die Außenanlagen und nochmals mindestens 100 000 Euro für die Innenausstattung. „Modulbauweise ist um 70 Prozent schneller zu erstellen als konventionelle Bauweise“, machte er deutlich. Die Vertreter der Johanniter informierten, das man  über gute Erfahrungen mit dieser Bauweise verfüge. Diese Gebäude seien mit modernen Küchen, Akustikdecken, bodentiefen Fenstern, allen Brandschutzvorgaben bis hin zu „Klemmschutz“ an den Türen ausgestattet.

Schlenker schlug dem Gremium vor, eine Ausschreibung für den Bau  vorzubereiten. Jürgen Deininger überlegte, dass man eventuell eine fünfte Gruppe baut, um Bestandskitas auch räumlich zu entlasten. Doch die Gemeinderäte sprachen sich mit großer Mehrheit für einen neuen viergruppigen Kindergarten aus. „Wir werden die Grundlagen in Zusammenarbeit mit den Johannitern festlegen“, hatte Schlenker auch das Raumprogramm im Blick.

Gabriele Ebbinghaus warb um ein Provisorium in Bestandsgebäuden, bis die neue Kita öffnet. Die Verwaltung wird sich auf die Suche machen. Wobei Schlenker der Ansicht war, dass das aufgrund rechtlicher Vorgaben des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS), nicht einfach sind. Irmgard Sehner bemerkte zu den fehlenden Plätzen: „Da ist Luft drin“. Nicht jede Anmeldung gelte ab September 2022. Manche Kinder brauchen auch erst einen Platz im April oder Juni 2023. Anja Jantschik

Zurück zur Übersicht: Mögglingen

Mehr zum Thema

Kommentare